Eigentlich klingt’s ganz einfach: Wer stärker ist, kann mehr tragen. Wer sehr reich ist, kann der Gesellschaft mehr zurückgeben. In den meisten Ländern gibt es längst eine Steuer für Superreiche. In Südkorea z.B. hat der Staat rund 9 Milliarden Euro durch eine einzige Erbschaft von Samsung eingenommen. Damit konnten z. B. Schulen gebaut oder Steuern für den Mittelstand gesenkt werden.
Aber wie ist das in Österreich? Wer zahlt hier die meisten Steuern und wofür?
- Du arbeitest hart und verdienst 2.000 Euro im Monat. Zahlst du für dein Einkommen Steuern? Ja.
- Du zahlst im Monat über 1.000 Euro für Miete und Strom. Fallen dafür Steuern an? Ja.
- Jemand erbt einfach so 50 Millionen Euro. Zahlen Superreiche dafür Steuern? Nein!
Findest du das fair? Wir nicht. Deshalb sagen wir: Superreiche fair besteuern. Wenn du dich gemeinsam mit uns für mehr Gerechtigkeit einsetzen willst, dann unterschreib unsere Petition.

Hier siehst du die Top 10 der Superreichen in Österreich auf einen Blick:
| Rang | Person / Familie | Vermögen | |
|---|---|---|---|
#1 |
Mateschitz, Mark Red Bull GmbH (49 %) Medien, Hotels, Beteiligungen |
37 Mrd. € | |
#2 |
Porsche & Piëch, Familien Beteiligung: Porsche, VW Finanzanlagen, Immobilien |
33,5 Mrd. € | |
#3 |
Stumpf, Georg Exyte, M+W Group, Aroundtown Industriebeteiligungen, Immobilien |
8,8 Mrd. € | |
#4 |
Graf, Johann Novomatic-Gruppe |
6,8 Mrd. € | |
#5 |
Sohmen, Helmut & Familie BW Group Reederei |
5,0 Mrd. € | |
#6 |
Wlaschek, Familie Erben nach K. Wlaschek Immobilien, Billa-Verkauf |
4,8 Mrd. € | |
#7 |
Geiger, Reinold L’Occitane Groupe SA Kosmetik |
4,4 Mrd. € | |
#8 |
Lehner, Familie Alpla-Gruppe Kunststoffe, Verpackungen |
4,0 Mrd. € | |
#9 |
Swarovski, Familie Kristall, Glas, Optik Schleifmittel |
3,9 Mrd. € | |
#10 |
Flick, Ingrid Victoria-K., Karl-Friedrich Finanzvermögen aus Erbe nach Friedrich K. Flick |
3,8 Mrd. € |
Stand: Juli 2024, Quelle: trend.at
Unterschreibe jetzt die Petition
Superreiche fair besteuern.Bitte warten…
Unser Modell ist einfach und fair: Es nimmt Erbschaften bis zu einer Million komplett aus (Freibetrag), aber sorgt dafür, dass Superreiche einen fairen Beitrag für alle zahlen. Je höher das geerbte Vermögen, desto höher soll die Steuer sein. Wer zig Millionen hat, kann schließlich auch einen größeren Beitrag leisten. Wer einen kleinen Geldbetrag oder das Eigenheim der Familie erbt – oder einen Bauernhof bzw. den kleinen Familienbetrieb übernimmt – wäre ausgenommen.
Fragen und Antworten
Wir wollen einen Freibetrag für Erbschaften bis 1 Million Euro. Für ein geerbtes Haus, in dem der Hauptwohnsitz gemeldet ist, soll dieser Freibetrag 1,5 Millionen Euro betragen. So steht fest: Wer das kleine Vermögen erbt, für das die Eltern ihr Leben lang hart gearbeitet haben, muss dafür keine Steuer zahlen.
Für uns ist völlig klar: Wenn ein Bauernhof oder ein kleiner Familienbetrieb von der nächsten Generation weitergeführt wird, soll es natürlich auch Ausnahmen geben, wie etwa in Deutschland. Schließlich ist der kleine Installateur ums Eck nicht das Gleiche wie ein Milliardenkonzern in den Händen der reichsten Familien im Land.
Ein faires Modell bedeutet für uns: Je höher das geerbte Vermögen ist, desto höher soll auch der geleistete Beitrag sein. Unser Vorschlag ist: 0 % Steuer für Erbschaften bis 1 Million Euro, 25 % auf den Anteil zwischen 1 bis 5 Millionen Euro, 30 % auf den Anteil zwischen 5 und 10 Millionen Euro und 35 % für den Teil ab 10 Millionen Euro. Das bedeutet konkret: Wer 1,1 Millionen Euro erbt, zahlt die Steuer nur für die 100.000 Euro über dem Freibetrag von 1 Million Euro, das wären 25.000 Euro.
Wer zufällig das Glück hat, mehrmals im Leben ein größeres Erbe zu erhalten, soll nicht mehrmals den ganzen Freibetrag geltend machen können. Das wäre unfair gegenüber allen anderen. Wenn jemand innerhalb von 30 Jahren mehr als einmal erbt, sollen die Erbschaften für den Lebensfreibetrag zusammengerechnet werden. Das bedeutet: Wer einmal 500.000 Euro erbt und kurz darauf 1 Million Euro, soll für die 500.000 Euro, die über dem Lebensfreibetrag von 1 Million Euro liegen, Steuer zahlen.
Nach Schätzungen würde der Staat durch eine faire Besteuerung von Superreichen jedes Jahr mindestens 1,5 Milliarden Euro einnehmen. Wieviel der Staat genau einnimmt, hängt natürlich davon ab, wann welche Erbschaften anfallen. So oder so ist es viel Geld, das der Staat dringend braucht.
Wir wollen mehr Gerechtigkeit in unserem Land. Wenn Superreiche endlich fair besteuert werden, können die Steuern für Menschen gesenkt werden, die hart für ihr Einkommen arbeiten müssen und denen viel zu wenig von diesem Geld in der Tasche bleibt. Außerdem können davon Schulen, Kindergärten und viele andere wichtige Dinge finanziert werden, von denen wir alle etwas haben.