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09.12.2021 Breaking News

Er­folge für den Tier­schutz

416.229 Menschen haben das Tierschutzvolksbegehren unterstützt und gezeigt, dass ihnen das Wohl unserer Tiere am Herzen liegt. Wir nehmen diesen Auftrag an die Politik ernst und setzen wichtige Forderungen aus dem Volksbegehren jetzt um.

1. Wir verbieten das sinnlose Töten von Küken

Etwa 9 Millionen Küken werden jährlich in Österreich getötet. Männliche Küken werden in Österreich meist mit CO2 vergast oder gar geschreddert. Dem setzen wir ein Ende.

Konkret heißt das:

  • Das Töten von lebensfähigen Küken wird gesetzlich verboten.
  • Einzige Ausnahme ist, wenn diese nachweislich als Futter für Tiere in Zoos oder Greifvogelstationen verwendet werden.
  • Alternativen wie die möglichst frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei, und die Aufzucht der Junghähne werden ausgebaut.
  • Wir bekennen uns außerdem zur Förderung von Zweinutzungsrassen, um das Problem erst gar nicht entstehen zu lassen.

2. Wir machen Vollspaltenböden zum Auslaufmodell.

Schweine sind hochsensible Tiere und ein Leben auf harten Betonböden ist kein würdiges Leben. Darum setzen wir nun Schritte und läuten das Ende der Vollspaltenböden ein.

Konkret heißt das:

  • Ein Vollspaltenboden Verbot für Neu- und Umbauten ab 2023
  • Bessere Standards durch eigene Liegebereiche, bis zu 20% mehr Platz, mehr Beschäftigungsmaterial, und Klimatisierung ab 2023
  • Über 1 Million Schweine werden in Summe zukünftig in Tierwohlstandards zwischen 60% und 100% mehr Platz und in biologischer Haltungsweise gehalten werden
  • Über neue Fördermaßnahmen ab 2023 innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik werden deutlichere Anreize für die höchsten Tierwohlstandards gesetzt als es sie je gab.
"Unser Ziel ist klar: Wir wollen Produktion und Konsum von Fleisch, Milch und Eiern reduzieren und für Tiere, die zur Lebensmittelgewinnung gehalten werden, gute Haltungsbedingungen schaffen. Mit dem Verbot des Küken-tötens und höheren Mindeststandards für neue Schweineställe machen wir heute wichtige Schritte vorwärts."
Faika El-Nagashi, Tierschutzsprecherin

3. Wir stoppen die Qualzucht

Qualzucht heißt, dass bei der Züchtung von Tieren Merkmale die Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen zur Folge haben geduldet, oder gar gefördert werden. Tiere leiden stark darunter, sie können zum Beispiel nicht richtig atmen. Das Qualzucht-Verbot wird nun deutlicher und strenger geregelt.

  • Qualzucht (Merkmale, Diagnose) wird eindeutig rechtlich geregelt; das Qualzuchtverbot damit endlich vollständig umgesetzt
  • Besonders stark von Qualzuchtmerkmalen belastete Rassen sollen mit einem Zuchtverbot belegt werden.
  • Bei Rassen mit Qualzuchtmerkmalen werden Tiere in Zukunft auf wissenschaftlicher Basis einzeln zur Zucht freigegeben

4. Neue Regeln für das Halten von Wildtieren und Exoten

Viele Menschen halten zuhause exotische Tiere wie Reptilien, Amphibien, Spinnen, Vögel oder andere Wildtierarten. Hier braucht es ein besonders gutes Regelwerk, damit die Tiere nicht leiden, weil artgerechte Haltung oft schwierig ist.

 

  • Wir machen aus einer Negativliste eine Positivliste. Das heißt, dass eingegrenzt wird, welche Arten überhaupt gehalten werden dürfen, anstatt nur einzelne Arten auszuschließen.
  • Die neue abschließende Auflistung soll sowohl auf die potentielle Gefährlichkeit der Tiere als auch auf die Umsetzbarkeit der artgerechten Haltung Bezug nehmen.
  • Wir entwickeln außerdem einen Sachkundenachweis für die Haltung von Wildtieren mit besonderen Haltungsanforderungen.
"Ab jetzt ist klar, der Vollspaltenboden wird zum Auslaufmodell. Mit dem neuen gesetzlichen Mindeststandard schaffen wir bereits mit 1.1.2023 vorgeschriebene eigene Liegeflächen und bis zu 20% mehr Platz! Damit beginnt ein Stufenplan, welcher in Zukunft eine Million Schweine in höhere Tierwohlprogramme bringt. Als nächster Schritt muss nun das gesetzliche Verbot des Vollspaltenbodens folgen, daran arbeiten wir weiter!"
Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin
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