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am 22. Jänner

Tomaselli zu RH-Bericht ‚Wohnbau in Wien‘: Kurzzeitvermietung ist ein Wohnraumkiller!

Nina Tomaselli -

Wohnungen, die ausschließlich zu Vergnügungszwecken verwendet werden, verschärfen die angespannte Lage am Wohnungsmarkt im urbanen Bereich empfindlich. Darauf verweist der Rechnungshof in seinem aktuellen Bericht. „Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass durch Wohnungen, die nur kurzzeitig vermietet werden, Wohnraum verteuert und der ansässigen Bevölkerung gestohlen wird“, ärgert sich die Wohnbausprecherin der Grünen, Nina Tomaselli. In Wien alleine geht man von über 9.000 Wohnungen aus, die über die Plattform AirBnB vermietet werden.

Unter Druck der Grünen wurde 2018 ein Verbot von Kurzzeitvermietungen in besonders begehrten Lagen eingeführt, die sogenannten Wiener Wohnzonen. Österreichweit sei das eigentlich vorbildhaft. Der Rechnungshof habe allerdings festgestellt, dass es in einem Jahr nur eine Kontrolle gegeben habe. „Von Regeln am Papier alleine wird der Wohnraumkiller Kurzzeitvermietung nicht aus dem Stadtbild verschwinden“, ist sich Tomaselli sicher. Die rot-pinke Stadtregierung sei aufgefordert, ihre Verpflichtung gegenüber den Wohnbedürfnissen der Wiener*nnen ernst zu nehmen.

Zweckentfremdung von Wohnraum sein kein Kavaliersdelikt, sondern muss konsequent verfolgt werden. „Ich hoffe, die rot-pinke Stadtregierung verlässt nicht auf halbem Weg der Mut und vergisst vor lauter hippen Startup-Economy-Hype auf das Grundrecht des leistbaren Wohnens der Wiener Bevölkerung“, sagt Tomaselli abschließend.