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am 14. Jänner

Neßler: Hartes Eingreifen bei weiteren Missachtungen der COVID-Maßnahmen in Skigebieten ist jetzt wichtig

Barbara Neßler - Auf mutigen Schritt der Öffnung der Skigebiete muss bei Verfehlungen auch Mut zur Schließung folgen

„Wir haben mit der Öffnung der Skigebiete einen mutigen Schritt gesetzt und den Betreiber*innen einen Vertrauensvorschuss gegeben. Jetzt müssen auch die lokalen Gesundheitsbehörden mutige und vielleicht nicht unbedingt populäre Schritte setzen und Skigebiete, in denen es immer wieder zu Verfehlungen kommt, konsequent schließen. Die Seilbahnbetreibenden müssen in Verantwortung genommen werden“, betont Barbara Neßler, Tourismussprecherin der Grünen.

Aufgrund von Medienberichten über teilweise chaotische Zustände in manchen Skigebieten sieht Neßler den „Vertrauensvorschuss überreizt“ und fordert ein konsequentes Handeln: „Wenn man als eines der wenigen Länder in Europa die Öffnung der Skigebiete ermöglicht, dann muss von den Betreibern auch ganz klar eingefordert werden, dass die Umsetzung der Sicherheitskonzepte sowie die Einhaltung der Maßnahmen zu 100 Prozent funktionieren. Unsere oberste Priorität gilt der Bekämpfung der COVID-Pandemie und dem Schutz der Bevölkerung. Ein hartes Eingreifen ist daher unerlässlich.“ 

Auch die mangelnde Vorbereitung vieler Skigebiete auf die Öffnung, wie eine aktuelle Umfrage der Wiener Wirtschaftsuniversität und der TU Wien zeigt, stößt Neßler sauer auf: „Ziel der Öffnung war, der Bevölkerung und insbesondere Kindern und Jugendlichen nach den vergangenen harten Monaten, Bewegung an der frischen Luft zu ermöglichen. Viele Skigebiete haben sich auch gut auf den vorhersehbaren Ansturm in den Ferien und an den Wochenenden vorbereitet. Doch einige Betreiber*innen haben es scheinbar nicht der Mühe wert gefunden, die nötigen Strategien und Konzepte für einen geordneten Betrieb zu entwickeln.“ 

In Richtung von Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Seilbahnen, der am Montag zu Gast in der ZIB-Nacht war, meint Neßler: „Wenn Franz Hörl immer wieder von ‚Einzelfällen‘ spricht, dann muss ich hier ganz klar widersprechen, denn man kann aufgrund der Regelmäßigkeit und der Summe von Horrorbildern aus den Skigebieten von keinen ‚Einzelfällen‘ mehr sprechen. Dies sollte auch Kollege Hörl begreifen und einmal seinen nicht enden wollenden Lobbyismus für die Seilbahnbetreibenden hinter den Gesundheitsschutz der Bevölkerung stellen. Gerade die Tiroler Tourismuslobby sollte mehr Sensibilität entwickeln.“
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