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am 15. Juni

Götze: Verlängerung der Wirtschaftshilfen ist wichtig für unsere Unternehmen

Elisabeth Götze - Ausfallsbonus und Härtefallfonds gelten nun für weitere drei bis sechs Monate

„Auch, wenn wir uns über die Öffnungsschritte und die guten Wirtschaftsprognosen freuen – wir dürfen nicht auf die Branchen und Betriebe vergessen, die noch immer mit Schwierigkeiten kämpfen. Dazu zählen beispielsweise Nachtgastronomie, Stadthotellerie oder die Veranstaltungsbranche. Sie benötigen noch gewisse Stützungen um sicher zu stellen, dass sie die Krise gut überstehen können“, sagt die Wirtschaftssprecherin der Grünen, Elisabeth Götze, zur heute präsentierten Verlängerung der Wirtschaftshilfen. Insbesondere Kleinbetriebe und Ein-Personen-Unternehmen können oft kaum auf finanzielle Rücklagen zurückgreifen. „Viele Unternehmen haben sich deshalb an mich gewandt. Auch wenn sie bereits wieder Umsätze machen: Diese sind noch zu gering, um kostendeckend zu sein. Zur nötigen Absicherung jener, die noch immer mit hohen Umsatzausfällen kämpfen, sind Wirtschaftshilfen weiterhin unerlässlich. Das ist wie die nötige Flüssigkeitszufuhr, auch auf den letzten Metern eines Marathons“, unterstreicht Götze.  

Ab 50 Prozent Umsatzeinbruch im Vergleich zum Zeitraum vor der Krise stehen Unternehmen Ausfallbonus, Verlustersatz und Härtefallfonds zur Verfügung. Für Jungunternehmen gelten Sonderregelungen zur Berechnung des Anspruchs. „Wir fahren mit den Hilfen auf Sicht, daher gelten diese zunächst bis Ende September. Wie wir danach weitermachen, ist dann zu entscheiden“, erklärt die Wirtschaftssprecherin. Einzig der Verlustersatz wird aus abrechnungstechnischen Gründen bereits jetzt bis Jahresende verlängert.  

„Besonders stolz bin ich auf den Härtefallfonds, der jedenfalls bis Ende September als Phase 3 fortgesetzt wird. Er ist das Sicherheitsnetz für Kleinstunternehmen und EPUs, beispielsweise die Hochzeitsplanerin, die noch immer mit unsicherer Auftragslage kämpft“, freut sich Götze. Unternehmen, die ihre laufenden Kosten nicht decken können oder mindestens 50 Prozent COVID-bedingten Umsatzeinbruch haben, können ab 1. Juli eine monatliche Auszahlung von 600 bis maximal 2.000 Euro beantragen. Für den 15. bis 30. Juni gibt es einen automatisierten Ersatz. Die Antragstellung ist neuerdings mit e-Signatur möglich. Die Phase 2 des Härtefallfonds endet im Sommer - Anträge für diese Phase, das heißt für Betrachtungszeiträume von 16. März 2020 bis 15. Juni 2021, können noch bis 31. Juli 2021 gestellt werden. 

Der Ausfallbonus gilt von Juli bis September. Alle Unternehmen – ob klein oder groß - mit COVID-bedingtem Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent können ihn bekommen. Die Ersatzrate ist nach dem branchenspezifischen Rohertrag gestaffelt (10, 20, 30 oder 40 Prozent) und beträgt maximal 80.000 Euro. Weitere Deckelungen betreffen die Kurzarbeit sowie Kündigungen.  

Der Verlustersatz wird um sechs Monate (Juli-Dezember) verlängert. Zielgruppe sind jene Unternehmen, die trotz Schadensminimierung einen COVID-bedingten Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Sie erhalten maximal zehn Millionen Euro.