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am 7. Mai

Götze/Ribo: Ausländische Pfleger*innen sollen durch Härtefallfonds unterstützt werden

Bedrana Ribo, Elisabeth Götze - Praxis bringt leider einige Hürden mit sich

Der  Härtefallfonds wurde eingerichtet, um alle in Österreich tätigen  Ein-Personen-Unternehmen, freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer sowie  Kleinstbetriebe mit bis zu 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die  durch die Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, ihr  entgangenes Einkommen zu ersetzen. Erklärtes Ziel der Bundesregierung  war, dass dies unter dem Motto „wer schnell hilft, hilft doppelt“  einfach und rasch passieren sollte. In der Praxis ist das aber leider  nicht immer der Fall. Steuernummer und ein Konto in Österreich stellen  beispielsweise für FörderwerberInnen aus anderen EU-Staaten eine Hürde  dar. FörderwerberInnen sollen sich durch bürokratische Hürden aber  nicht entmutigen lassen, Anträge zu stellen. „Wir haben uns in den Verhandlungen intensiv dafür eingesetzt, dass der Zugang zum Härtefallfonds für alle, die ihn wirklich brauchen, offen steht. Und wir hätten uns eine  einfachere Abwicklung der Auszahlungen aus dem Härtefallfonds  gewünscht. Allerdings war auch bei neuerlichen Verhandlungen die  inländische Kontoverbindung eine unerlässliche Forderung von Seiten des  Finanzministeriums. Ich hoffe dennoch, dass
 jene Betreuerinnen und Betreuer, die dringend Unterstützung brauchen,  sich nicht abhalten lassen, um Hilfe anzusuchen und diese auch zu  bekommen“, so Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen.

   Eine  große Betroffenengruppe des Härtefallfonds stellen die 24h Betreuerinnen dar. Viele dieser Frauen sind Einzelunternehmerinnen und  haben ein Konto in ihrem Heimatland. „Auf der einen Seite übertrumpfen  sich die Bundesländer wer es schafft, mehr 24h Betreuerinnen einfliegen  zu lassen, man hat zurecht Angst, dass ohne diese ausländischen  Betreuerinnen die 24h Stunden Betreuung zusammenbricht. Aber auf der  anderen Seite werden genau diesen Betreuerinnen unnötige Hürden in den  Weg gestellt, indem man ohne ein österreichisches Konto keinen Zugang  zum Härtefallfonds hat“, so Bedrana Ribo, Pflegesprecherin der Grünen.
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