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am 24. September

Weratschnig zum Weltschifffahrtstag: „Rauchschwaden über den Weltmeeren müssen ein Ende haben“

Hermann Weratschnig - Grüne begrüßen Vorstoß des EU-Parlaments, CO2-Emissionen der Schifffahrt zu senken

„Der heutige Weltschifffahrtstag steht unter dem Motto ‚Nachhaltige Schifffahrt für einen nachhaltigen Planeten‘. Umso mehr freut es mich, dass das EU-Parlament den Seeverkehr ab 1. Januar 2022 in den europäischen Emissionshandel einbeziehen will und die Schiffsunternehmen verpflichten möchte, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent zu verringern. Dieses Ziel war längst notwendig“, betont der Verkehrssprecher der Grünen, Hermann Weratschnig.

„Der weltweite Seeverkehr transportiert rund 80 Prozent aller Waren und verursacht rund zwei bis drei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das ist mehr als alle EU-Mitgliedstaaten zusammen. Die Rauchschwaden über den Weltmeeren müssen ein Ende haben“, unterstreicht Weratschnig. 

„Konkret fordert das europäische Parlament einen Ozeanfonds, der durch Emissionszertifikate finanziert werden soll. Die Mittel sollen dazu beitragen, Schiffe energieeffizienter zu machen und Investitionen in innovative Technologien und Infrastruktur, wie alternative Treibstoffe und grüne Häfen, voranzutreiben. Hier hat Europa ein starkes Zeichen für den ‚Green Deal‘ gesetzt“, zeigt sich Weratschnig erfreut.

„Wenn die Klima- und Verkehrswende gelingen soll, müssen wir alle Transportsektoren nachhaltiger und ressourcenschonender nutzen. Gerade in der Hochsee- aber auch in der Binnenschifffahrt schlummert noch ungemein viel Klimaschutzpotenzial. Ein Binnenschiff kann mit demselben Energieaufwand Waren vier Mal so weit transportieren wie ein Lkw. Gerade entlang der Donau sehe ich hier gute Chancen für eine umweltverträgliche Steigerung der Transportkapazitäten, wenn wir uns auch um die entsprechenden Anbindungen an Bahn und Straße kümmern. Aber auch hier braucht es Maßnahmen, etwa effizientere Bauweisen und Werkstoffe, moderne Partikelfilter oder nachhaltige Alternativen zum gebräuchlichen Schiffsdiesel“, sieht Weratschnig noch großes Potenzial.