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am 14. Jänner

Schlussstrich für Waldviertelautobahn, Salzburg mit Klimaticket und Schiene

Hermann Weratschnig - Länder und BMK setzen auf nachhaltigen Öffi-Ausbau

Seit Kurzem ist es fix: Das Land Niederösterreich und das Klimaschutzministerium setzten mit ihrer am 22. Dezember geschlossenen Vereinbarung endlich einen Schlussstrich unter die jahrelange Diskussion über eine Autobahn durch‘s Waldviertel. „Die Region wird durch das umfangreiche Öffi-Paket weit mehr profitieren können, als von einer Schnellstraße“, ist Verkehrssprecher Hermann Weratschnig überzeugt.

Anstatt in eine Transitstraße investieren Land und Bund in den kommenden Jahren 4,2 Milliarden Euro in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich – und davon über 1,3 Milliarden im Wald- und im Weinviertel. Der Ausbau der Ausbau der Franz-Josefs-Bahn wird intensiviert, die Laaer Ostbahn attraktiviert und die Planungen für deren Modernisierung vertieft. Außerdem werden die Kapazitäten der Nord-Westbahn durch verlängerte Bahnsteige und moderne Stationen ausgeweitet, die Elektrifizierung der Kremser Bahn vorangetrieben und auch die Kamptalbahn wird gestärkt.

Als Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur nachhaltigen Dekarbonisierung des Verkehrs, aber auch zur Eindämmung des stetig steigenden Bodenverbrauchs sind das BMK und das Land Niederösterreich übereingekommen, keine zusätzlichen hochrangigen Straßenverbindungen im nördlichen Waldviertel zu errichten. „Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise wäre es genau der falsche Weg, anstatt des Bahnausbaus eine neue Autobahn zu planen“, ist Hermann Weratschnig überzeugt, „der Ausbau der Franz-Josef-Bahn ist hingegen ein wesentlicher Punkt, um eine gute Basis für den öffentlichen Verkehr im Waldviertel zu schaffen. So wird kein wertvoller Boden durch Asphalt versiegelt und die Waldviertler*innen müssen sich nicht mit zusätzlichen Abgasen und Lärm herumschlagen.“

Autobahnen und Schnellstraßenverbindungen bringen den Regionen, die sie durchschneiden, selten nachhaltigen Nutzen, meist schädigen sie sogar die regionalen Wirtschaftskreisläufe und Unternehmen. Davon profitieren nur die Frächter und der Transitverkehr, während für die Bewohner*innen entlang einer Autobahn zumeist nur versiegeltes Ackerland, mehr Verkehr, mehr Lärm und mehr Abgase zurückbleiben. Dass diese Idee nun endlich vom Tisch ist und ein zukunftsfähiger Plan für die Mobilität im Waldviertel umgesetzt werden kann, ist ein wichtiger Schritt im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende im Kampf gegen die Klimakrise.

Salzburg stellt die Weichen für’s 1-2-3-Klimaticket

Auch mit den Vertragsunterzeichnungen zwischen Klimaschutzministerium, Stadt und Land Salzburg konnte kurz vor Weihnachten ein historischer Schritt in die Zukunft des Öffentlichen Verkehrs gemacht werden: „Der erste Umsetzungsvertrag für das 1-2-3-Klimaticket zeigt, dass Salzburg seine Hausaufgaben in Sachen Öffentlichem Verkehr mit dem 'myRegio'-Ticket bereits gemacht hat. Nun kann die optimale Ergänzung mit dem österreichweiten Klimaticket angegangen werden. Mit dem ebenso fixierten Infrastrukturausbau beweisen die Salzburger ihre Vorreiterrolle in der Mobilitätswende“, erklärt Hermann Weratschnig. Die Vertragsunterzeichnungen mit den nächsten Bundesländern stehen bereits vor der Tür, in Kürze werden auch Vorarlberg und Tirol ganz offiziell ins 1-2-3-Klimaticket einsteigen.

Der Bund investiert in den kommenden Jahren rund 900 Millionen Euro in den Ausbau der Salzburger Lokalbahn und wird auch erstmals seit über zehn Jahren wieder gemeinsam mit dem Land Salzburg in die Pinzgauer Lokalbahn investieren, um nachhaltigen Klimaschutz weiter auf Schiene zu bringen. Der Rahmenvertrag ist ein zentraler Meilenstein für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, von dem nicht nur die Salzburger*innen profitieren werden. Damit können auch hunderte regionale Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden.​