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am 17. Juni

Weratschnig/Litschauer: „Right to plug“ zündet Turbo für Elektromobilität und Dekarbonisierung

Martin Litschauer, Hermann Weratschnig - Mit 1. Jänner 2022 wird Einbau von Ladestationen in Mehrparteienhäuser deutlich erleichtert

"Die Erleichterung zum Einbau von Ladestationen in Mehrparteienhäuser ist ein entscheidender Schritt für eine rasche Dekarbonisierung und ein wichtiger Anreiz für die Anschaffung von E- Autos“, sagt der Verkehrssprecher der Grünen, Hermann Weratschnig. Zahlreiche Gespräche mit Bürger*innen haben immer wieder gezeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Umso erfreulicher ist es, dass durch die Initiative von den Bundesministerinnen Alma Zadic und Leonore Gewessler nun ein Gesetzesentwurf in Begutachtung geht, damit diese Erleichterungen im Sinne der Bürger*innen mit 1. Jänner nächsten Jahres in Kraft treten können.

„Vollgeladen aus der Tiefgarage zu fahren bedeutet weniger CO2, weniger Schadstoffe und weniger Lärm. Die Batterieelektrik in Wohnanlagen wird zukünftig auch für die Speicherung und das Lastmanagement eine zentrale Bedeutung haben“, so der Abgeordnete.

„Die Wallbox zum Laden der E-Autos kann bald leichter beim eigenen Parkplatz errichtet werden und damit kann auf das Schnellladen an öffentlichen Ladesäulen verzichtet werden. Das ist nicht nur entlastend für die Stromnetze, sondern auch wesentlich günstiger für die Nutzer*innen. Außerdem können so auch Ladepunkte ins eigene Lademanagement eingebunden werden und damit auch zum Beispiel eigener Solarstrom besser genutzt werden“, ergänzt Anti-Atom-Sprecher Martin Litschauer.

„Die Erleichterungen bei Zählern, Verrohrungen und Ladestationen ermöglichen ein barrierefreies ‚right to plug‘. Damit legen wir einen zusätzlichen klimafreundlichen Turbo für die nächsten Fahrzeuganschaffungen ein, denn viele an der Elektromobilität interessierte Bürger*innen sind bislang nicht zuletzt wegen der fehlenden Lademöglichkeit im eigenen Wohnhaus und den dafür bisher notwendigen Zustimmungen in der Eigentümer*innen-Gemeinschaft vor einer Anschaffung zurückgeschreckt“, erklärt Weratschnig. Beide Abgeordnete sind selbst seit Jahren begeisterte E-Pkw-Fahrer. Sie gehen davon aus, dass die nun in Begutachtung gehenden Regelungen einen weiteren Schub für die Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs und in Richtung Klimaneutralität Österreichs bringen werden.

Neben dem Einbau von E-Ladestationen werden auch weitere bauliche Vorhaben im gemeinsamen Wohnungseigentum vereinfacht, etwa die barrierefreie Ausgestaltung des Wohnhauses, oder auch der Einbau einbruchsicherer Türen, Einzel-Photovoltaikanlagen und Beschattungsvorrichtungen.