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am 27. Mai

Weratschnig: 100 Mio. Euro jährlich für regionale Klimatickets sind nächster großer Schritt zu leistbaren, attraktiven Öffis für alle

Hermann Weratschnig - 1-2-3-Klimaticket wird Entlastung der Haushalte und klare Aufwertung der Öffis mit sich bringen

 „Den nächsten großen Schritt hin zu leistbaren, attraktiven Öffis für alle Österreicher*innen hat Klimaschutzministerin Leonore Gewessler heute, Mittwoch, im Ministerrat vorgezeichnet. Die Bundesregierung stellt mit dem heutigen Beschluss künftig dauerhaft jedes Jahr 100 Millionen Euro zur Verfügung, um die Bundesländer bei der Umsetzung der regionalen Klimatickets zu unterstützen“, freut sich der Verkehrssprecher der Grünen, Hermann Weratschnig.

„Das Geld wird nach dem Bevölkerungsschlüssel aufgeteilt und kann sowohl für die Einführung der Tickets wie auch für die Ausweitung des Angebots verwendet werden, denn in den Bundesländern gibt es sehr unterschiedliche Startbedingungen, auf die im Sinne der Öffi-Nutzer*innen bestmöglich eingegangen werden muss“, erklärt Weratschnig. Zur Auszahlung komme die Finanzierungsunterstützung allerdings nur, wenn im Bundesland auch tatsächlich ein Ticket umgesetzt werde, betont der Abgeordnete.

Der Nationalrat hat im vergangenen Jahr die stufenweise Einführung des 1-2-3-Klimatickets beschlossen. Die dritte Stufe, das österreichweite Klimaticket für alle Öffis um 1095 Euro im Jahr, wird noch heuer umgesetzt. Parallel dazu arbeitet das Klimaschutzministerium gemeinsam mit den Bundesländern und den Verkehrsverbünden an der Umsetzung der regionalen Stufen. „In den kommenden Wochen sollen die nächsten Verträge unterzeichnet werden, um die Ticketumsetzung rasch voranzubringen, damit die Österreicher*innen möglichst bald vom Klimaticket profitieren können“, sagt Weratschnig.  

„Das Klimaticket wird eine klare Entlastung für die Haushalte und eine klare Aufwertung der Öffis mit sich bringen. Eine Jahreskarte zwischen Oberpullendorf und Eisenstadt kostet aktuell noch 1.159 Euro, zwischen Tulln und Krems 1.259 Euro. Pendler*innen zwischen Mattersburg und Wien bezahlen derzeit noch über 1.700 Euro, wer zwischen Krems und Wien pendelt bezahlt über 1.800 Euro. Solche Preise gehören jetzt bald der Vergangenheit an“, freut sich Weratschnig.