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am 24. September

Schallmeiner zum Klimastreik: Klimakrise ist auch Gesundheitsfaktor

Ralph Schallmeiner -

Volle Unterstützung für den weltweiten Klimastreik am 24. September kommt vom Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner: "Auch und gerade als ehemaliger Schulsprecher unterstütze ich den Kampf der Jugend für eine lebenswerte Zukunft wie ich nur kann." Er ruft ausdrücklich zur Teilnahme auf und bittet gleichzeitig um Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich der Covid-19-Pandemie.

Der Gesundheitssprecher unterstreicht besonders die gesundheitspolitische Komponente der Klimakrise. Neben den offensichtlich gesundheits- und lebensbedrohlichen Situationen durch Hochwasser, Stürme, Murenabgänge oder Brände, verweist Schallmeiner auch auf weniger offensichtliche, dafür umso komplexere bedrohliche Vorgänge: "Zum Beispiel die zunehmende Gefahr durch in unseren Breiten bislang kaum auftretende Infektionskrankheiten. Aber auch nicht-übertragbare Krankheiten und Gesundheitsrisiken wie Allergien werden verstärkt auftreten." Die höhere Belastung durch UV-Strahlung lässt das Risiko für Hautkrebs steigen, die durch Hitze zunehmende Verbreitung von Bodenozon belastet insbesondere Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma. 

Generell haben die Hitzeperioden schon in den vergangenen Jahren zu tausenden Todesfällen in Europa geführt, etwa durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Dehydration. "Hier sind gerade für ältere Mitmenschen enorme Risiken gegeben", betont Schallmeiner.

Dass die jungen Menschen am Freitag für unser aller Zukunft auf die Straßen gehen, begrüßt der Gesundheitssprecher besonders: "Ob am Freitag auf der Straße oder am Sonntag an der Wahlurne: Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit – nehmen wir sie an, bewältigen wir sie."

Dazu brauche es aber deutlich mehr politischen Willen, als den, der bisher an den Tag gelegt wurde. Konkret nennt Schallmeiner die Warnung der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft bezüglich der CO2-Emissionen. Werde der Ausstoß an Treibhausgasen nicht sofort drastisch reduziert, hätte man bereits in der nächsten Regierungsperiode das bis 2040 zur Verfügung stehende Emissions-Budget verbraucht. Das wurde am Dienstag in einer Pressekonferenz offenbart. "Die völlige Realitätsverweigerung der oberösterreichischen Landesregierung wie auch der hiesigen SPÖ, die im Gleichschritt die Klimaziele ablehnen, wird uns noch sehr teuer kommen", verdeutlicht Schallmeiner.