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am 5. Juni

Rössler zum Weltumwelttag: Mit der Natur Frieden zu schließen, ist unser aller Auftrag

Astrid Rössler - Weltumwelttag 2021 ist UN-Auftakt der Dekade für die Wiederherstellung der Ökosysteme

„Die vor uns liegenden Jahre bis 2030 sind der Wissenschaft zufolge entscheidend. Riskieren wir den Kollaps unserer natürlichen Lebensgrundlagen, oder gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für die Erde und ihre Bewohner*innen? Die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen soll den Raubbau am Planeten Erde – unser aller Zuhause – stoppen und geschädigte Lebensräume wiederherstellen. Nur mit intakten Ökosystemen können wir ein gesundes und gutes Leben für alle ermöglichen“, sagt Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, zum heutigen Weltumwelttag, der zugleich den Auftakt der Dekade der Vereinten Nationen für die Wiederherstellung der Ökosysteme markiert. Am Beispiel der erfolgreichen Renaturierung der Salzachauen zeigt sich die Bedeutung von ökologisch intakter Natur als Naherholungsraum. 

Die Initiative basiert auf einer Resolution der UN-Generalversammlung von 2019. Getragen wird sie vom Umweltprogramm (UNEP) sowie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen. Erst im Februar rief der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, mit einem Bericht dazu auf, die Beziehung des Menschen zur Natur radikal zu verändern und "mit der Natur Frieden zu schließen“. Die Kombination aus Klimaerhitzung, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung bilde einen „dreifachen planetaren Notstand“, gegen den entschieden vorzugehen sei.  

Rössler betont, dass die Biodiversitätskrise mit derselben Dringlichkeit zu behandeln ist wie der Klimakrise. „Die Verschlechterung, Zerschneidung und Zerstörung von Lebensräumen ist die Hauptursache für das aktuelle Massenaussterben“, meint Rössler. „Ob für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen, die Bewahrung der Bodenfruchtbarkeit oder die Versorgung mit sauberem Wasser – wir alle hängen von einer gesunden Natur ab. Jede Tier- und Pflanzenart spielt ihre Rolle in diesem Netz des Lebens. Verschwindet eine Art, kann das Kettenreaktionen auslösen, die das gesamte System aus der Balance bringen. Noch können wir das Gleichgewicht wieder herstellen. Doch die Zeit drängt – vom Aussterben gibt es kein Zurück“ betont Rössler.