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am 9. Juli

Rössler ruft zu Sachlichkeit beim Thema Wolf und gemeinsamer Vorgehensweise auf

Astrid Rössler - Grüne fordern von Ministerin Köstinger Einhaltung der beschlossenen Maßnahmen zum Herdenschutz

Die Umweltsprecherin der Grünen, Astrid Rössler, zeigt sich irritiert über die Forderung von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Wölfe töten zu lassen und fordert von ihr „wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren.“ Zudem habe sich die Ministerin an Beschlüsse des Nationalrates und EU-Recht zu halten. „Ich ersuche die Ministerin, zwei Schritte zurück zu gehen und sich daran zu erinnern, dass wir erst diesen Mittwoch im Plenum gemeinsam einen Antrag beschlossen haben, alle Maßnahmen zum Schutz der Weide-und Almwirtschaft zu setzen. Darin findet sich aber mit keinem Wort die Forderung nach Abschüssen von Wölfen“, kritisiert Rössler. 

Der von türkis-grün beschlossene Antrag sieht verschiedene Maßnahmen vor. Besonders wichtig sei hier vor allem die rasche Anwendung von Herdenschutz, wo immer es möglich ist. „Das ist nicht nur geltendes EU-Recht, sondern dazu gibt es auch dezidiert Fördergelder der EU“, hält Rössler fest. Denn Herdenschutzmaßnahmen sind zwingende Voraussetzung, um überhaupt den Abschuss eines „Problemwolfes“ genehmigen zu können, erinnert die Umweltsprecherin an geltendes EU-Recht. 

Darüber hinaus muss auch der Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Bundesländern geführt werden, um herauszufinden, welche konkreten Maßnahmen wirksam sind. Weiters findet sich im Antrag ein länderübergreifendes Monitoring im Alpenraum. „All diese Maßnahmen sind schon längst überfällig. Wir dürfen daher nicht weiter Zeit verlieren“, meint Rössler und weiter: „Niemandem ist geholfen, wenn die Stimmung beim Thema Wolf noch weiter aufgeheizt wird. Und leere Versprechungen helfen den Bäuerinnen und Bauern ebenso wenig. Daher ist eine rasche und gemeinsam akkordierte Vorgehensweise zum Schutz der Weidetiere und zur Einhaltung des EU-Rechts das Gebot der Stunde. Ministerin Köstinger war bei der Erstellung des gemeinsamen Entschließungsantrags eingebunden und muss nun auch zu ihrem Wort stehen.“