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am 17. Dezember 2020

Rössler: Gesundheitsschutz gegen Luftschadstoffe durch EUGH-Urteil gestärkt

Astrid Rössler - Abgasbetrug und Kundentäuschung der Autoindustrie laut EuGH verboten

"Aus Gewinnabsicht mit Abgasmanipulationen die Gesundheit aufs Spiel zu setzen war illegal und verantwortungslos. Jedes Jahr sterben tausende Menschen an Luftverschmutzung. Im Jahr 2018 waren 790 vorzeitige Todesfälle in Österreich allein auf Stickoxid-Emissionen zurückzuführen. Jede*r einzelne davon ist eine*r zu viel", kommentiert Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, die heutige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EUGH).

Der Gerichtshof der Europäischen Union verkündete, dass die Manipulation von Abgaswerten bei Zulassungstests verboten ist. Wie sich herausstellte, nutzten Dieselfahrzeughersteller eine Abschaltsoftware, um bei Zulassungstests die Grenzwerte für Schadstoffemissionen wie Stickoxiden (NOx) einzuhalten.

"Der Gerichtshof hat heute einmal mehr klargestellt, dass solche Abschalteinrichtungen nach EU-Recht nicht zulässig sind. Die Grenzwerte für Luftschadstoffe sind einzuhalten. Stickoxide sind für unsere Gesundheit besonders gefährlich. Sie schädigen unsere Lungenfunktion und führen zu vorzeitigen Todesfällen durch Herz-Kreislauferkrankungen. Sie schädigen aber auch Pflanzen und versauern unsere Böden und Gewässer. Hauptursache für hohe Stickoxidbelastungen sind die Abgase von Dieselfahrzeugen. Besonders Menschen, die in der Nähe von stark befahrenen Straßen leben, sind einer hohen Stickstoffdioxid-Belastung ausgesetzt", sagt Rössler.