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am 4. Dezember 2020

Rössler: Anstrengungen gegen Biodiversitätsverlust verstärken

Astrid Rössler - Biodiversitätskrise und Klimakrise gehen Hand in Hand

„Einen dringenden Appell für ressortübergreifendes Handeln“ nennt Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, das vom Biodiversitätsrat vorgestellte "Barometer zur Biodiversitätspolitik in Österreich". Rössler: „Diese jüngste Analyse bestätigt meine Sorge über den anhaltenden Biodiversitätsschwund.“ Zwar habe man mit einem ambitionierten Umwelt- und Naturschutzkapitel im Regierungsprogramm und Maßnahmen wie der Einrichtung des Biodiversitätsfonds erste wichtige Weichen gestellt. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir die Anstrengungen auf allen Ebenen verstärken müssen, um den rasanten Biodiversitätsverlust zu stoppen und umzukehren. Biodiversität ist genauso eine Querschnittsmaterie wie Klimaschutz.“

Großen Handlungsbedarf erkennt Rössler vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Raumordnung und Verkehr. Sie spricht sich für ein ressortübergreifendes Bekenntnis zu Artenvielfalt und weniger Chemie auf unseren Böden aus. "Flächenversiegelung, Bodendegradation, Artensterben und steigende Grundwasserbelastungen stehen in engem Zusammenhang. Nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen. Umweltministerin Leonore Gewessler hat einen ambitionierten Expert*innenvorschlag für eine neue Biodiversitätsstrategie vorgelegt. Angesichts der weiteren Verschlechterungen muss die gemeinsame Umsetzung höchste Priorität bekommen“, erklärt Rössler.