Bundesländer
Navigation:
am 21. Juni

Litschauer: Probleme mit dem Feuerlöschsystem des Reaktorblock Mochovce 3

Martin Litschauer - Slowakisches Atomkraftwerk weit vom Stand der Technik entfernt. Die Betreiber wollen mit überalterter Technik Profit machen.

Wenn das Feuerlöschsystem des Reaktorblock Mochovce 3, so wie von Global2000 aufgezeigt, nicht einmal den slowakischen Standards entspricht, dann muss man sich schon die Frage stellen, wie erst man eine Betriebsgenehmigung für dieses überalterte Atomkraftwerk genommen hat. Alleine der Umstand, dass dieses AKW kein entsprechendes Containment hat, weil die Konstruktion aus den 70er-Jahren stammt, ist für mich schon ein Grund, das dieses Kraftwerk nicht in Betrieb gehen darf. Das Risiko für Europa ist bei diesem Kraftwerk viel zu hoch und wir können uns nicht leisten, dass vor den Toren Wiens ein so gefährliches AKW betrieben wird.

 
Neben den technischen Risiken bleiben auch noch finanzielle Risiken für die Bevölkerung der Slowakei. Die Atommülllagerung ist sehr kostspielig und wird die nächsten Generationen schwer belasten und wenn es zu einem Störfall kommt, drohen auch noch Strafzahlungen durch verpasste Klimaziele. Die Kernschmelze im Block A1 im AKW Bohunice im Jahr 1977 hätte eigentlich schon eine Warnung sein sollen. Bei einer Wiederholung eines solchen Störfalls ist das Kraftwerk nicht nur eine riesen Gefahr sondern kann auch von einem Tag auf den anderen komplett ausfallen und dann besteht erst recht die Gefahr, dass als Ersatz fossile Kraftwerke eingeschaltet werden, für welche dann CO2-Zerfifikate gekauft werden müssen. Auch deshalb sollte die Energiewende zu 100% Erneuerbarer Energie so rasch wie möglich umgesetzt werden.