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am 24. September

Hammer zum weltweiten Klimastreik: Wir brauchen den Druck von der Straße

Lukas Hammer -


„Was wir in den nächsten Jahren tun, entscheidet über die Zukunft sämtlicher kommender Generationen. Wenn Kipppunkte im Klimasystem erst einmal überschritten sind, haben wir alle Handlungsspielräume verloren“, mahnt Lukas Hammer, Sprecher der Grünen für Klimaschutz und Energie, und sagt: „Den Schaden, der bisher angerichtet wurde, können wir nicht mehr reparieren. Egal wie sehr wir uns anstrengen, unser Planet wird noch heißer werden. Aber die Klimakatastrophe können wir noch abwenden.“ Dafür brauche es den Druck und die lauten Rufe der Straße. Ohne sie gäbe es jetzt keine jährliche Ökostrom-Milliarde, kein Klimabudget auf Rekordniveau, kein Klimaticket und kein Bahnausbauprogramm. Ohne die Klimastreiks hätte der grüne Umbau in Österreich nicht beginnen können.

„Der klima- und umweltfreundliche Umbau unserer Gesellschaft hat aber erst begonnen. Für all die wichtigen Vorhaben, die noch umzusetzen sind, braucht es weiterhin den Druck der Straße. Nur mit dem Rückenwind aus der Bevölkerung können wir unsere nachhaltigen Reformvorhaben von der Ökosozialen Steuerreform bis hin zum klimafreundlichen Umbau der Industrie, des Verkehrs oder der Wärmeerzeugung umsetzen“, betont Hammer.

Laut Hammer gibt es viele Leute, die bremsen und blockieren: „In der SPÖ etwa wollen alle wie besessen Autobahnen bauen. Projekte, die vor einem Vierteljahrhundert geplant wurden. Die Welt hat sich seit damals allerdings dramatisch verändert und die Klimakrise ist mit voller Wucht auch in Österreich angekommen.“ Hammer fordert etwa Bürgermeister Ludwig auf, den jungen Menschen zuzuhören und diese nicht weiter zu diffamieren. Diese haben Angst um ihre Zukunft und protestieren deshalb gegen die Lobau-Autobahn.

„Genau deswegen ist der Protest von jeder und jedem Einzelnen ein so wichtiges Signal. Noch ist es nicht zu spät. Noch ist der Kampf für eine lebenswerte Zukunft nicht verloren. Das schaffen wir nur gemeinsam“, sagt Hammer.