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am 8. September

Grüne fordern Erweiterung des Grünen Berichts hinsichtlich Klimaschutz, Klimakrisenanpassung, Biodiversitäts- sowie Tierschutz

Clemens Stammler, Olga Voglauer - Voglauer/Stammler: Klimakrise ist größte Herausforderung für die Landwirtschaft - biologische Bewirtschaftung lässt Bäuerinnen und Bauern hoffen

„Der Grüne Bericht bestätigt, was in der Landwirtschaft schon lange spürbar ist: Die Kluft zwischen Groß und Klein als auch die Liquiditätsengpässe der Betriebe verschärfen sich. Dazu kommen die massiven Einwirkungen der Klimakrise. Gerade hier sehen wir die Bestätigung des erfolgreichen Weges der biologischen Landwirtschaft, darauf müssen wir weiter bauen“, sagt Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen. 

„Der Trend ,Wachse oder Weiche‘ hat sich auch im laufenden Jahr fortgesetzt. Kleine Betriebe und Bergbauernbetriebe haben im Schnitt bis zu sieben Prozent an Einkünften verloren. Unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft wird nicht zu erhalten sein, wenn kleine Betriebe ihre Hoftore für immer schließen, während die Großen weiter wachsen“, meint Clemens Stammler, Abgeordneter und Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern. Voglauer ergänzt: „Nur eine vielfältige Landwirtschaft kann unseren Ansprüchen hinsichtlich Biodiversität, Klimaneutralität und Regionalität gerecht werden. Es ist nicht hinzunehmen, dass kleine Betriebe jährlich an Einkommen verlieren. In der kommenden Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) braucht es daher eine doppelte Förderung der ersten 20 Hektar und mehr Unterstützung für arbeitsintensive Standorte, die oft gleichzeitig die naturschutzfachlich wertvollsten sind.“ 

Der Grüne Bericht zeigt jährlich die wirtschaftliche Situation der Land- und Forstwirtschaft auf, ein klares Monitoring der Umweltwirkung sucht man jedoch vergeblich. Die Grünen haben in der sogenannten §7-Kommission, welche Empfehlungen an die Landwirtschaftsministerin ausspricht, Anträge zu Klima, Biodiversität, Boden und Tierschutz eingebracht, die mehrheitlich angenommen wurden. Stammler erläutert die eingebrachten Anträge: „Ab dem Berichtsjahr 2021 soll ein umfassenderes Bild der Landwirtschaft gezeigt werden. Zusätzlich zur wirtschaftlichen Situation sollen auch die Klima- und Biodiversitätswirkung sowie der CO2-Pfad der Landwirtschaft veröffentlicht werden. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben ein Recht zu erfahren, ob die von ihnen zur Verfügung gestellten Agrarzahlungen den gesellschaftlichen Ansprüchen sowie dem Klima- und Biodiversitätsschutz gerecht werden.“