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am 28. September

Rössler: Nationalrat steht hinter Gewesslers Plänen zum Schutz der Biodiversität

Astrid Rössler - Biodiversitätsdialog stellt Weichen für ein Ende des Artensterbens in Österreich

Unterstützung für die Umsetzung der heute präsentierten Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität darf sich Umweltministerin Gewessler auch aus dem Parlament erwarten: „Der Nationalrat hat im Mai drei einstimmige Entschließungen gefasst, die unsere Umweltministerin bei der Umsetzung ihrer Pläne unterstützen“, kommentiert Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen.

„Es besteht parteienübergreifender Konsens, dass es dringend einen Maßnahmenplan gegen das Bienen- und Insektensterben braucht. Ebenso einig waren wir uns im Nationalrat über zusätzliche Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt in österreichischen Flüssen, Seen und Feuchtgebieten. Und die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie soll nach Ansicht aller Parteien in den Sektoren außerhalb des Wirkungsbereichs der Gemeinsamen Agrarpolitik über einen Biodiversitätsfonds finanziell sichergestellt werden“, so Rössler.

Erst vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die Menschheit sämtliche der bis 2020 gesetzten Artenschutzziele der Vereinten Nationen verfehlt hat. „Auch Österreich ist alles andere als ein Musterland: Die Hälfte aller Amphibien, Reptilien und Fische sind hierzulande gefährdet, jede dritte Vogel- und Säugetierart sogar vom Aussterben bedroht“, hält die Grüne Umweltsprecherin fest. 

Die heute präsentierte Insektenstudie verdeutlicht auch die Bedeutung der kleinsten Lebewesen: „Ob als Bestäuber für Pflanzen, Schädlingskontrolle in der Landwirtschaft oder als Nahrungsgrundlage von Fröschen und Vögeln - sterben die Insekten, droht das Kartenhaus der Artenvielfalt zusammenzufallen.“

Die Ursachen sind altbekannt: „Flächenverluste, Bodenversiegelung, übermäßiger Pestizideinsatz, die Zerstörung natürlicher Lebensräume. Für Insekten besonders wichtig sind die Ufer entlang von Flüssen und andere Feuchtgebiete“, meint Rössler.

Die heute von Ministerin Gewessler vorgestellten Ergebnisse des „Biodiversitätsdialoges“ stellen für Rössler ein Musterbeispiel für lösungsorientierte Politik dar: „Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wurden hier in einem transparenten Prozess und unter Beteiligung aller Interessensgruppen konkrete Lösungsansätze erarbeitet.“ Über 600 Stellungnahmen zu dem ExpertInnenpapier sammelte das Umweltministerium. Rössler: „Nun gilt es, auf dieser Grundlage eine ambitionierte Biodiversitätsstrategie für Österreich bis 2030 vorzulegen.“