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am 4. Oktober

El-Nagashi zum Welttierschutztag: Kurswechsel in der Tierhaltung ist überfällig

Faika El-Nagashi - Großer Dank geht an diesem Tag an alle engagierten Einzelpersonen und Tierschutzvereine

"Es freut mich besonders, dass der Tierschutz den Menschen in Österreich ein sehr großes Anliegen ist - nicht nur am Welttierschutztag. Das hat die große Unterstützung für das Tierschutzvolksbegehren abermals gezeigt. Die Bevölkerung erwartet sich einen Kurswechsel vor allem in der Nutztierhaltung sowie eine Landwirtschaft, die auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet ist und nicht auf Profit. Wir sind längst an dem Punkt angelangt, wo Tiere oft nicht mehr als Lebewesen wahrgenommen werden, sondern unter den unwürdigsten Bedingungen gezüchtet, gehalten, verschifft und getötet werden. Das ist Teil eines kaputten Systems und schlecht ist für alle Beteiligten", sagt Faika El-Nagashi, Tierschutzsprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Welttierschutztages.

"Das Mitgefühl für Tiere ist ein wichtiger Wert unserer Gesellschaft. Mittlerweile haben wir uns aber viel zu sehr an die tagtägliche Ausbeutung von Tieren gewöhnt. Die Werbung für tierische Produkte verschleiert die dahinterliegenden Realitäten und die Auswirkungen dieser Produktionsweise. Die industrielle Massentierhaltung bedeutet milliardenfaches Tierleid, aber auch die steigende Gefährdung durch Zoonosen und Pandemien und die Verschärfung der Klimakrise", betont El-Nagashi.

"Mein großer Dank geht an diesem Tag an all die engagierten Einzelpersonen und Tierschutzvereine, die sich unermüdlich und oft ehrenamtlich für das Wohl der Tiere einsetzen. Ohne ihre Arbeit blieben etliche Tiere unversorgt, aber auch die Öffentlichkeit uninformiert darüber, was sich vor allem im Bereich der industriellen Massentierhaltung abspielt: in Stallungen auf Vollspaltenböden, in LKW auf Langstreckentransporten, in Schlachthöfen mit und ohne Betäubung der Tiere. Dieser wichtige Beitrag der Tierschützer*innen öffnet vielen erst die Augen über das System, das Tiere massenhaft und systematisch ausbeutet", hält die Tierschutzsprecherin der Grünen fest.

"Angesichts dieser Realität entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Ernährungsweise ohne Fleisch oder tierische Produkte. Sie machen das wegen der Tiere, wegen des Klimas, wegen der Umwelt, wegen der Gesundheit und der Zukunft. Und sie zeigen damit auch, dass es kein Verzicht ist, anderen Lebewesen und damit letztlich sich selbst mit Empathie zu begegnen", verdeutlicht El-Nagashi.