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am 18. Mai

El-Nagashi: Tierschutz kommt ins Parlament

Faika El-Nagashi - Grüne unterstützen Forderungen des Volksbegehrens

„Die große Unterstützung für das Tierschutzvolksbegehren ist ein unmissverständlicher Auftrag an die Politik, vor allem in der Nutztierhaltung endlich einen Systemwandel einzuleiten. Der Tierschutz ist den Menschen in Österreich traditionell ein sehr wichtiges Anliegen. Mit über 400.000 Unterschriften haben sie das wieder laut und deutlich zum Ausdruck gebracht. Es ist ein Zeichen, das die Politik nicht überhören darf“, äußert sich die Grüne Tierschutzsprecherin Faika El-Nagashi im Vorfeld der morgigen ersten Nationalratsdebatte des Tierschutzvolksbegehrens.

„Wir hinken im Tierschutz den Ansprüchen und Erwartungen der Bevölkerung weit hinterher – vor allem, was die Schweinehaltung anbelangt. Die Schockbilder aus Massentierhaltungen zeigen regelmäßig, wie qualvoll der Alltag für fühlende Lebewesen in Österreich hinterm Vorhang tatsächlich ist. Im Jahr 2021 müssen wir die Haltungssysteme an die Bedürfnisse der Tiere anpassen und nicht umgekehrt“, sagt El-Nagashi.

Mit dem morgigen Tag startet die parlamentarische Behandlung des Tierschutzvolksbegehrens. Am Mittwoch, 19. Mai 2021, findet im Zuge der ersten Lesung eine parlamentarische Debatte im Nationalrat statt. Im Juni folgt im zuständigen Gesundheitsausschuss das Expert*innenhearing in Anwesenheit des Tierschutzministers Wolfgang Mückstein.

„Bis Herbst haben wir viel zu tun. Wir werden die Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens mit den anderen Fraktionen, mit Expert*innen und Stakeholdern diskutieren und in kluge Maßnahmen umwandeln. Dabei legen wir Wert auf größtmögliche Transparenz für die Bevölkerung und haben uns in diesem Sinn für die Übertragung des gesamten Expert*innenhearings über Live-Stream eingesetzt“, erläutert El-Nagashi.

„Mein Dank gilt dem engagierten Team hinter dem Tierschutzvolksbegehren, den Tausenden Menschen, die ehrenamtlich an diesem großartigen Erfolg mitgearbeitet haben, den zahlreichen Tierschutzinitiativen und ihrer wertvollen Recherche- und Aufklärungsarbeit und nicht zuletzt den hunderttausenden Menschen, die unterschrieben haben. Der Auftrag ist angekommen“, sagt El-Nagashi abschließend.