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am 8. November 2020

El-Nagashi: Ausstieg aus der Pelzproduktion muss ein Ziel der gesamten Europäischen Union sein

Faika El-Nagashi - Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und Pandemien muss erkannt werden


„Ich  bin auch über den Aspekt der Gesundheitsgefährdung hinaus sehr  betroffen von den schrecklichen Bildern aus den Nerzfarmen. In  Österreich haben wir aus ethischen Gründen vor 15 Jahren die Haltung von  Tieren zur Pelzgewinnung verboten. Der Ausstieg aus der Pelzproduktion  muss ein Ziel der gesamten Europäischen Union sein. Daher werde ich mich  um einen Resolutionsantrag aller Parteien bemühen, der die EU dazu auffordert, die Pelzerzeugung zu verbieten“, sagt Faika El-Nagashi, Tierschutzsprecherin der Grünen.

Der Ausbruch einer mutierten  Form des Coronavirus in einer dänischen Pelzfarm öffnete ein neues  trauriges Kapitel der Pandemie. Alle 15 Millionen Nerze in Dänemark  sollen, um die Verbreitung des Virus zu stoppen, getötet werden. Wie die  APA heute, Sonntag, berichtete, sind davon bereits 1,9 Millionen Tiere  getötet worden.

Seit langem warnt El-Nagashi vor dem Zusammenhang  von Pandemien und der Massentierhaltung. „Epidemien sind - so lange wir  Tiere in so großer Zahl und so engem Raum halten - eine ständige  Bedrohung. Laute Warnglocken, um die konventionelle Nutztierhaltung so  schnell wie möglich zu beenden und auf eine zukunftsfähige Form der Landwirtschaft umzusteigen: kleinteilig, regional, biologisch“, sagt El-Nagashi und weiter: „Zoonosen wie Covid-19, aber auch Ebola oder die  Vogelgrippe, werden meist durch den Verzehr von Fleisch von Tieren auf  Menschen übertragen. Dass sich der dänische Erreger bei bloßem Kontakt  zwischen Marderhund und Mensch verbreiten konnte, ist
 besorgniserregend.“​