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am 20. Februar

Neßler zu Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Jedes einzelne armutsgefährdete Kind ist eines zu viel

Barbara Neßler - Kinder- und Jugendarmut führt zu sozialer Ausgrenzung

Im Türkis-Grünen Regierungsprogramm wurde vereinbart, die Armut in Österreich um die Hälfte zu reduzieren. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung von Kinderarmut gelegt werden. „Am heutigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Armut bei Kindern und Jugendlichen nicht nur zu materiellen Einschränkungen führt, sondern auch zu sozialer Ausgrenzung“, erklärt die Sprecherin der Grünen für Kinder, Jugend und Familien, Barbara Neßler.

3,2 Prozent aller österreichischen Kinder und Jugendlichen (= 57.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren) leben in Armut bzw. in erheblich materiell benachteiligten Haushalten. „Jedes einzelne armutsgefährdete Kind ist eines zu viel“, meint Neßler.

Einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Kinderarmut sieht Neßler bei der dringend notwendigen Unterstützung für armutsgefährdete Alleinerziehende. „Wir brauchen ein Österreich, wo niemand ausgegrenzt wird, wo alle Kinder die gleichen Zukunftschancen haben, weil alle Kinder unsere Zukunft sind. Und diese Chancen haben sie nicht, wenn sich eine alleinerziehend Mutter aussuchen muss, ob sie die Waschmaschine reparieren lässt, oder das Kind auf einen Schulausflug schickt“, stellt Neßler klar.

44 Prozent aller Ein-Elternteil-Haushalte in Österreich sind armutsgefährdet – also fast die Hälfte dieses Haushaltstyps. „Kinder können sich nicht aussuchen in welche Verhältnisse sie hineingeboren werden – aber wir können gestalten, in welchen Verhältnissen sie aufwachsen“, zeigt sich die Grüne Kinder, Jugend- und Familiensprecherin entschlossen.​