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am 24. Februar

Neßler: Umfassendes Familienpaket als wichtige Errungenschaft zur Armutsvermeidung

Barbara Neßler - 178 Millionen Euro für das neue Familienpaket – 200 Euro pro Kind in Mindestsicherung – 12 Millionen Euro für Alleinerziehende und armutsgefährdete Personen

"Wir müssen alles daransetzen, damit die Gesundheitskrise nicht in eine soziale Krise übergeht. Mit diesem breitgefächerten Paket legen wir einen wichtigen Grundstein im Bereich der Familien", zeigt sich Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen, erfreut über das heute, Mittwoch, präsentierte Familienpaket.

Die Belastungen für Familien durch die Krise sind vielfältig. "Gerade Familien sind durch die COVID-Krise überdurchschnittlich belastet und hatten es alles andere als leicht. Die Doppelbelastung durch Betreuungspflichten und Beruf, Existenzängste durch Jobverlust und Einkommenseinbußen - all das brachte viele Familien an ihre Belastungsgrenze. Um den finanziellen Druck von den Familien zu nehmen und zu verhindern, dass Familien in die Armutsfalle rutschen, haben wir jetzt ein großes Familienpaket ausverhandelt. Neben den wirtschaftlichen Folgen müssen schon jetzt die sozialen Folgen der COVID-Krise bekämpft werde", sagt Neßler.

"Es freut mich besonders, dass wir mit den 200 Euro für jedes Kind in der Mindestsicherung und dem Projekttopf für Alleinerziehende in jenen Bereichen Schwerpunkte setzen konnten, wo wir erhöhten Handlungsbedarf erkannt haben. Diese Gruppen waren schon vor der Krise besonders von Armut gefährdet. Es war uns daher ein wichtiges Anliegen in den Verhandlungen den Fokus auf diese Gruppen zu legen. Das ist uns gelungen", sagt Neßler

Neben diesen Maßnahmen werden auch bestehende Maßnahmen weiter verlängert und aufgestockt: "Da die Krise leider noch immer nicht vorbei ist, war es uns wichtig, gut bewährte Instrumente wie den Familienhärtefonds weiter zu nutzen und nochmals um 50 Millionen Euro aufzustocken. Der Familienhärtefonds mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro wird bis Juni verlängert."

Wichtig ist für Neßler der Kampf gegen Kinderarmut speziell jetzt in der Krise: "Im ersten Schritt müssen wir jetzt nach dem Motto ‚koste es was es wolle‘, alles daransetzen, dass kein Kind, kein Jugendlicher, keine Alleinerziehende, keine Familie durch die Krise in die Armut abrutscht. Mit den heute präsentierten Maßnahmen setzen wir einen entschiedenen Schritt zur präventiven Armutsvermeidung, der bei vielen Kindern und Familien zielgerichtet ankommen wird und für Entlastung sorgt."