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am 17. Februar

Koza: Corona-Kurzarbeit hat sich als Krisen-Instrument zur Beschäftigungssicherung bewährt

Markus Koza - Grüne begrüßen Verlängerung - Nachfolgemodelle zu Corona-Kurzarbeit wird es allerdings über Juni 2021 hinaus brauchen.

Die Corona-Kurzarbeit wird um weitere drei Monate bis Ende Juni 2021 verlängert. Darauf haben sich Sozialpartner und Regierung geeinigt. "Die Corona-Kurzarbeit hat sich als wohl wichtigstes Instrument zur Sicherung von Beschäftigung und Arbeitnehmer*innen-Einkommen bestens bewährt", begrüßt Markus Koza, Arbeits- und Sozialsprecher der Grünen, die Einigung. "Bislang wurden rund sechs Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben, im Frühjahr waren 1,2 Millionen Arbeitnehmer*innen in Kurzarbeit. Die Kurzarbeit hat einen zentralen Beitrag geleistet, um Armut und Armutsgefährdung zu verhindern", unterstreicht Koza die Bedeutung der Kurzarbeit als Einkommens- und Beschäftigungsstabilisator in der Krise.

"Die Krise ist aber noch lange nicht vorbei", betont Koza. Umso wichtiger sei in dieser Phase die Verlängerung bis in den Sommer hinein. Es werde allerdings auch nach Juni 2021 Kurzarbeitsmodelle geben müssen, um Arbeitsplätze zu sichern, da angesichts von Rekordarbeitslosigkeit, bescheidenen Konjunkturprognosen und der Ungewissheit, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, längst nicht sicher ist, dass die Betriebe in alter, gewohnter Form "hochfahren" können und die Wirtschaft in eine nachahltige Erholungsphase eintritt.

"Abseits von Kurzarbeit sollten Arbeitszeitmodelle wie etwa das Solidaritätsprämienmodell, die eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Einkommen bringen aber auch Qualifikation und Fortbildung fördern großzügiger unterstützt werden. Es wird eine Vielfalt an Maßnahmen und Instrumenten brauchen, um die Rekord-Arbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen und so zu verhindern, dass aus der Gesundheitskrise eine tiefe soziale Krise wird", hält Koza fest.