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am 31. Juli

Voglauer zu Roma-Gedenktag: Für Hetze gegen Minderheiten ist in Österreich kein Platz

Olga Voglauer - Hasstiraden des steirischen FP-Vizeklubobmanns sind unterste Schublade und aufs Schärfste zu verurteilen

"Absolut inakzeptabel und ein Schlag ins Gesicht – das sind gelinde gesagt die jüngsten Hasstiraden der steirischen FPÖ gegen Roma und Sinti. Dies insbesondere im Lichte des bevorstehenden Gedenktages am 2. August, wo wir des Völkermordes an den Roma und Sinti gedenken“, zeigt sich die Abgeordnete und Volksgruppensprecherin der Grünen, Olga Voglauer, anlässlich des Facebook-Postings des steirischen Vizeklubobmanns, Stefan Hermann, empört. Am 2. August wird alljährlich jener Nacht 1944 gedacht, als nahezu 3.000 Roma in den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau grausamst ermordet wurden.

   „Wer gegen Minderheiten hetzt und Menschen herabwürdigt, hat in der Politik nichts verloren. Das antiziganistische und herabwürdigende Posting von FP-Hermann ist unterste Schublade“, führt Voglauer aus. In den wüsten Beschimpfungen spiegelt sich eine abscheuliche Ideologie wider. „Ich verurteile diese Hetze im Netz auf Schärfste. Wohin solch ein Hass gegen Menschen, die von Teilen der Gesellschaft als ‚anders‘ kategorisiert werden – in letzter Konsequenz – führen kann, das haben wir hoffentlich alle im Geschichtsunterricht gelernt“, sagt Voglauer. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ungefähr ein Viertel der Roma in Europa von den Nazis ermordet. „Daher haben wir eine Verantwortung immer wachsam zu bleiben und solchen Ideologien den Nährboden zu entziehen“, erklärt Voglauer und weiter:

   „Der Fall Hermann verdeutlicht auch die Notwendigkeit einer härteren Gangart gegen Hass im Netz. Umso dankbarer bin ich, dass wir mit Alma Zadić eine engagierte Justizministerin haben, die gerade ein entsprechendes Maßnahmenpaket auf Schiene bringt.“ Voglauer verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine Aussendung des UN-Sonderberichterstatters für Minderheitenfragen. Dieser habe seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass Roma und Sinti in den letzten Jahren – auch in den sozialen Medien – vermehrt mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert, eingeschüchtert und angegriffen werden. „Ich teile diese Sorge und verurteile jede Form der Diskriminierung und rassistischen Hetze. Denn alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren. Wir alle sind gefordert, unsere Stimme gegen Intoleranz und Diskriminierung zu erheben. Roma und Sinti müssen – auch bei uns in Österreich – endlich als gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft anerkannt werden.“​