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am 27. September

Tag der Flüsse: Grüne betonen hohen Wert von renaturierten Flüssen für Mensch, Umwelt, Klima und Tourismus

Astrid Rössler - Rössler will mehr Lebensraum für Flüsse

„Österreichs Flüsse leiden unter Platznot“, stellt Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, anlässlich des morgigen internationalen Tag der Flüsse fest. Trotz relativ guter Wasserqualität sind viele Fließgewässer durch Begradigungen und verbaute Ufer in ihrem natürlichen Lebensraum stark eingeschränkt. Damit können diese Lebensadern für Mensch und Natur wichtige ökologische Funktionen nicht erfüllen –als vielfältige Laich- und Aufzuchtplätze, als weitläufige Retentionsräume und als Hochwasserschutz.

Umso wichtiger ist die umfassende Flächenvorsorge zu Sicherung der ökologischen Funktionen, um in den kommenden Jahren viele Fließgewässerabschnitte renaturieren zu können. Die Grünen konnten 200 Mio. Euro für den Gewässerschutz und ökologische Verbesserungen erkämpfen. „Renaturierungen sind viel mehr als nur Selbstzweck: Der Schutz von Flusslandschaften ist für Mensch, Klima- und Artenschutz gleichermaßen wichtig“, betont die Grüne Umweltsprecherin.

Auenlandschaften zählen zu den ökologisch wertvollsten und ebenso bedrohten Lebensräumen. Sie auf Dauer zu erhalten und als Natur- und Erholungsräume zugänglich zu machen, ist eine der wichtigsten Maßnahmen gegen den fortschreitenden Artenschwund. Nach wie vor verfehlen wir unsere Artenschutzziele deutlich.

"Jede dritte Tier- und Pflanzenart ist hierzulande gefährdet", erinnert Rössler. „Renaturierte Flüsse bieten wichtige Lebensräume für selten gewordene Insekten, Vögel und Amphibien, aber auch Pflanzen. Damit tragen sie wesentlich zur Erhöhung der Artenvielfalt bei.“