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am 27. Mai

El-Nagashi/Bürstmayr: „Islam-Landkarte“ ist kontraproduktiv

Faika El-Nagashi, Georg Bürstmayr - Grüne laden zu rundem Tisch mit muslimischen Communities

Beim Projekt „Islam-Landkarte“ handelt es sich um ein bestehendes Projekt, dem sich nun die Dokumentationsstelle für religiös motivierten politischen Extremismus angeschlossen hat. Grüne Regierungsmitglieder oder der grüne Klub im Parlament waren hier weder eingebunden noch darüber im Vorfeld informiert. „Dieses Projekt ist das Gegenteil davon, wie Integrationspolitik und Dialog auf Augenhöhe aussehen sollten. Muslimische Einrichtungen werden vorweg mit islamistischen vermischt, medial wird von hunderten Organisationen auf einer staatlichen ,Watchlist‘ gesprochen. Die Stigmatisierung der muslimischen Communities durch diese Liste ist massiv und aus unserer Sicht nicht dazu geeignet, zu einem besseren Zusammenleben beizutragen. Um dies zu erreichen ist es notwendig, mit muslimischen Communities in einen echten und ernsthaften Dialog zu treten. Wir werden daher zu einem eigenen runden Tisch mit den Communities und Expert*innen laden“, so Faika El-Nagashi, Integrationssprecherin der Grünen. 

„Wir sind über dieses Projekt jedenfalls irritiert und halten es für kontraproduktiv. Im Wissen darum, wie viele rechtsextreme Gefährder es in Österreich gibt und im Wissen um die steigenden Angriffe auf muslimische Gruppen, halten wir diese Vorgangsweise für unverantwortlich. Wir werden unsere Bedenken auch direkt mit der Dokumentationsstelle besprechen“, erklärt Georg Bürstmayr, Sicherheitssprecher der Grünen.