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am 15. November 2020

Writers in Prison Day: Grüne fordern Solidarität mit inhaftierten Autor*innen ein

Ewa Ernst-Dziedzic -

„Die Freiheit des Wortes wird in vielen Ländern mit Füßen getreten. Gefängnis und Gewalt ist die Antwort despotischer Regime auf in Buchstaben gegossene Kritik“, sagt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, anlässlich des heutigen Writers in Prison Day. Jedes Jahr am 15. November macht der internationale Autor*innenverband PEN ganz besonders auf zu Unrecht inhaftierte und verfolgte Schriftsteller*innen, Journalist*innen, Verleger*innen und Blogger*innen aufmerksam und stellt dabei fünf Personen ins Rampenlicht. Heuer sind es Sedigeh Vasmaghi (Iran), Osman Kavala (Türkei), Chimengul Awut (China), Paola Ugaz (Peru), Kakwenza Rukirabashaija (Uganda). Alle fünf werden aufgrund ihres unveräußerlichen Rechtes, ihre Meinung auszudrücken, von den Behörden ihrer Heimatländer verfolgt oder sitzen bereits im Gefängnis.

„Unzählige Autor*innen weltweit sitzen hinter Gittern, weil sie lieber ihre persönliche Freiheit riskieren, als sich die Freiheit einer eigenen Meinung nehmen zu lassen. Umso wichtiger ist es, all diesen mutigen Autor*innen unsere Solidarität auszusprechen. Wir Grüne werden uns daher immer für Opfer von Menschenrechtsverstößen stark machen, egal, wo auf der Welt diese passieren. So setzen wir uns auch seit mehr als fünf Jahren mit wöchentlichen Mahnwachen für die Freilassung des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi ein. Sein Name steht stellvertretend für das Schicksal von 3000 weiteren Inhaftierten, die in diesem Augenblick allein aufgrund ihres grundlegenden Rechts zur freien Meinungsäußerung in saudi-arabischen Gefängnissen sitzen“, sagt die Vizeklubchefin der Grünen.

Ernst-Dziedzic weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Meinungsfreiheit nicht nur in autokratischen Staaten auf dem Spiel stehe. In Großbritannien stehe sie in Person von Julian Assange gemeinsam mit diesem vor Gericht. „'Kill the messenger' kann nicht die Maxime eines Rechtsstaates sein“, meint die Menschenrechtssprecherin dazu.