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am 19. November

Ernst-Dziedzic: Transidente Menschen brauchen Schutz und rechtliche Anerkennung

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne zum „Gedenktag für die Opfer von Transfeindlichkeit“

Wenn Mitglieder unserer Community ermordet werden, trauern auch wir. Weltweit werden transidente Menschen täglich Opfer von Hassverbrechen. Nehmen wir die Menschenrechte von Transgender-Personen endlich ernst“, fordert die  Vize-Klubchefin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, am „Transgender Day of Remembrance“.

Fast täglich werde weltweit eine transidente Person ermordet. 73 Prozent der in Europa erfassten Opfer haben einen Migrationshintergrund und fast zwei Drittel waren vor ihrer Ermordung als Sexarbeiter*innen tätig, verweist Ernst-Dziedzic auf die Daten des europäischen Dachverbands „Transgender Europe“ (TGEU). „Hier braucht es dringenden Schutz von Betroffenen. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher als die dokumentierten Zahlen es vermuten lassen“, sagt die Grüne Sprecherin für Außenpolitik, LGBTIQ- und Menschenrechte.

Stigmatisierung und Diskriminierung würden Hassverbrechen auch in Österreich begünstigen, erklärt Ernst-Dziedzic: „Stellen wir uns dem Hass entgegen und sorgen wir dafür, dass sich in Österreich alle Menschen sicher fühlen können, ganz egal welches Geschlecht sie haben, welche Identität sie leben, welchem Beruf sie nachgehen und ob sie einen Migrationshintergrund haben oder nicht."

"Wir machen uns deshalb, wie im Regierungsprogramm verankert, an die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans für Menschenrechte und wir brauchen endlich volle Selbstbestimmung beim Geschlechtseintrag sowie bei der Wahl des Vornamens – ohne medizinische Diagnosen und bürokratische, sowie finanzielle Hürden“, hält Ernst-Dziedzic fest.