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am 2. August

Ernst-Dziedzic für rasche Prüfung von Einreisemöglichkeiten für Timanowskaja

Ewa Ernst-Dziedzic - Österreich sollte Zuflucht für belarussische Olympionikin ermöglichen

„Der Umgang des Belarussischen Olympischen Komitees (NOK) mit der Läuferin Kristina Timanowskaja ist ein weiterer anschaulicher Beweis dafür, auf welch erniedrigende Art und Weise das autoritäre Regime von Alexander Lukaschenko mit seinen Bürger*innen verfährt. Wer nicht widerspruchslos gehorcht, muss Repressalien fürchten. Ein solcher Umgang lässt jeden Respekt vor der Würde des Menschen vermissen“, sagt die Sprecherin der Grünen für Außenpolitik und Menschenrechte, Ewa Ernst-Dziedzic, zu dem Drama um die belarussische Olympionikin in Tokio. Eine objektive Beurteilung der Lage durch den Leiter des NOK, Viktor Lukaschenko, gleichzeitig der älteste Sohn des Staatschefs, sei aufgrund von dessen politischer Verwicklung ohnehin eine Farce.

Die außenpolitische Sprecherin fordert daher das österreichische Außenministerium auf, umgehend zu prüfen, wie Österreich in diesem Fall Zuflucht gewähren könnte: „Wann, wenn nicht hier, wäre rasche Hilfe angezeigt. Bürokratische Hürden dürfen dabei nicht im Wege stehen, wenn es darum geht, ein Menschenleben vor Repression zu schützen“, spielt Ernst-Dziedzic auf eine Aussendung des Außenministeriums an, wonach Asylanträge grundsätzlich nur persönlich und in Bezug auf österreichisches Asyl in Österreich selbst gestellt werden könnten.

„Österreich pflegte zu Belarus immer schon gute wirtschaftliche Kontakte, hat aber im letzten Jahr dank der Überzeugungsarbeit der Grünen erkannt, wie wichtig es ist, die Demokratiebewegung in dem Land zu unterstützen. Diese Hilfe darf sich aber nicht darin erschöpfen, die Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in Wien zu empfangen. Den schönen Worten müssen auch konkrete Taten folgen. Der tragische Fall der Läuferin Kristina Timanowskaja ist eine weitere gute Gelegenheit, die Hilfsbereitschaft von österreichischer Seite unter Beweis zu stellen“, sagt Ernst-Dziedzic, die nun Kontakt zu der Athletin und zur österreichischen Botschaft in Tokio aufnehmen will.