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am 30. Oktober 2012

Eine schrecklich nette Familie

- Familie ist mehr als das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell. Heutzutage wachsen Kinder oftmals in Ein-Eltern-Familien, Lebensgemeinschaften, Patchwork-Konstellationen und ebenso in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf. Es wird also endlich Zeit für eine Anpassung des Familienrechts an die Realität.

Liebe kennt keine Grenzen. Jeder Mensch hat das Recht, seinen Lebenspartner oder seine Lebenspartnerin frei nach seinen Gefühlen auszusuchen – egal welcher sexuellen Orientierung. Wir Grünen kämpfen seit vielen Jahren für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Wir wünschen uns dafür die Einrichtung eines modernen Rechtsinstituts für gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare, nämlich den Zivilpakt (Zip), aber auch die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare.

Rahmenbedingungen für alle Familienformen schaffen

„Es ist Zeit, dass die Politik Rahmenbedingungen für alle Familienformen schafft. Kinder wachsen heute sehr häufig in Ein-Eltern-Familien, Lebensgemeinschaften, Patchwork-Konstellationen und ebenso in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf. Eine Anpassung des Familienrechts für neue Familienformen ist längst überfällig“, findet Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum.

Regenbogenfamilien stehen schlechter da

„Die eine Familie hat es wohl nie gegeben. Steigende Scheidungsraten, der Verzicht auf den Trauschein und die Bildung von Patchwork-Familien sind mittlerweile Realität“, sagt Schreuder und ergänzt: „Realität ist auch, dass es sehr viele Regenbogenfamilien in Österreich gibt.“ Diese sind vermehrt in der Gesellschaft sichtbar, haben jedoch nach wie vor kaum eine rechtliche Absicherung. Beim Adoptionsverbot angefangen, gibt es eine Reihe an Ungleichbehandlungen, die es diesen Familien schwer machen, sich selbst und ihre Kinder abzusichern. „Das muss sich endlich ändern!“, fordert Schreuder.