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am 10. Oktober

Grüne zum internationalen Coming-Out-Tag

Marco Schreuder, Ewa Ernst-Dziedzic - Ernst-Dziedzic/Schreuder: Kein Mensch sollte sich vor einem Coming-Out fürchten müssen

„In Österreich sollte sich kein Mensch vor einem Coming-Out fürchten müssen“, sagt die Grüne Vize-Klubchefin und LGBTI-Sprecherin Ewa Ernst-Dziedzic. „Gerade lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und intergeschlechtliche Jugendliche brauchen Vorbilder und konkrete Unterstützungsangebote. Ein konkretes Unterstützungsangebot in Wien ist die Einrichtung eines queeren Jugendzentrums. Es freut mich, dass dieses Projekt dieses Jahr gemeinsam mit den Stimmen von Grünen, SPÖ und Neos im Wiener Gemeinderat beschlossen wurde. Für die Umsetzung braucht es auch weiterhin eine rot-grüne Mehrheit in Wien.“

„Diskriminierung und Ausgrenzung haben in einer Demokratie schlicht keinen Platz. Wenn es lesbische und schwule Paare vermeiden in der Öffentlichkeit Händchen zu halten aus Angst vor homophoben Übergriffen, haben wir ein demokratiepolitisches Problem“, ergänzt der offen schwule Bundesrat der Grünen, Marco Schreuder und verweist auf eine aktuelle Studie der EU-Grundrechteagentur (FRA), der zufolge es vier von zehn Personen vermeiden, mit ihrem gleichgeschlechtlichen Partner oder ihrer Partnerin in der Öffentlichkeit Händchen zu halten. 

Beide Abgeordneten betonen die Bedeutung eines Coming-Out: „Wer im Freundeskreis, in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz zu sich stehen kann und sich nicht verstecken muss, hat ein glücklicheres Leben. Wir machen gerne Mut.“