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am 10. Februar

Grüne/Stögmüller zu Reaktion des Bundesheeres: Diskriminierung Homosexueller darf nicht vertuscht oder verneint werden

- Aussage von Bundesheersprecher Bauer ist völlig fehl am Platz

"Homophobie und die Offenlegung der sexuellen Orientierung im Bundesheer ist ein großes Thema. Die Reaktionen des Bundesheeres dazu zeigen, dass darüber breiter diskutiert werden muss und es dringend eine Strategie braucht, um das Bundesheer in das 21. Jahrhundert zu holen. Ich bin entsetzt darüber, dass der Pressesprecher des Bundesheeres, Michael Bauer, in seiner Reaktion das Problem nicht nur verneint, sondern es gleichsetzt mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs", zeigt sich David Stögmüller, Wehrsprecher der Grünen, empört.

"Sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch und Homophobie sind unterschiedliche Problemfelder, die alle gerade im Bundesheer brodeln, dazu sind in der letzten Zeit vermehrt Fälle an die Öffentlichkeit gedrungen. Dass Bauer diese Problemfelder verknüpft und mit seiner Aussage in der Tageszeitung 'Der Standard' homosexuelle Menschen allgemein zu Täter*innen macht, ist nicht in Ordnung. Es zeigt, wie tief die Wurzel des Problems im Bundeministerium für Landesverteidigung liegt", sagt Stögmüller weiter. Bauer wird in der Tageszeitung "Der Standard" mit der Aussage, "Es gibt schon Fälle, wo Menschen homosexuell sind und andere zu Handlungen zwingen. Dann wird es ein Thema" – zitiert und bringt damit das Thema Missbrauch in direkte Verbindung mit Homosexualität.

"Allen Problemfeldern liegt zu Grunde, dass eine Verneinung oder ein Vertuschen das Problem nur vergrößern. Es braucht eine Strategie zum richtigen Umgang in solchen Situationen und auch konkrete Maßnahmen und Grenzen, die auch durchgesetzt werden. Dazu müssen aber alle Mitarbeiter*innen des Bundesheeres diese Probleme ernst nehmen", meint Stögmüller.