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am 28. März 2017

Grüne Andersrum: Abschiedsbrief an Weihbischof Laun

- Wir brauchen die Hetze und Diffamierungen des Salzburger Weihbischofs nicht und schicken ihn jetzt schon in den politischen Ruhestand.

„Hassprediger wie Weihbischof Laun haben im Laufe der Jahrzehnte viele verletzende und diskriminierende Äußerungen in Richtung Lesben, Schwulen und allen, die nicht in ihr Weltbild passen, getätigt.“
Ewa Dziedzic, Grüne LGBTI-Sprecherin und Bundesrätin

"Sehr oft hätte sich die LGBTI-Community eine Distanzierung und Entschuldigung der verantwortlichen Entscheidungsträger der römisch-katholischen Kirche gewünscht. Besonders gläubige Menschen innerhalb der Community haben klare Worte vermisst", sagt Ewa Dziedzic, LGBTI-Sprecherin der Grünen und Bundesrätin.

Hetze gegen rechtliche Gleichstellung

Weihbischof Laun hat über lange Jahre gegen die rechtliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und intergeschlechtlichen Menschen gehetzt. Immer wieder gab es eine Empörungswelle in den Medien, wie in der betroffenen Community. Seine letzte verbale Entgleisung erfolgte vergangenes Wochenende mit einem Hirtenbrief, der auf kath.net veröffentlicht wurde. "Wir sind es satt, ihm immer wieder aufs Neue Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist auch Teil seiner Strategie", sagt Dziedzic.

„Das abstruse und bizarre Menschenbild des Weihbischofs richtet sich gegen die offene, liberale Gesellschaft, in der wir leben wollen.“
Klaus Horvat-Unterdorfer, Sprecher der Grünen Andersrum Salzburg

Ab in den Ruhestand

"Wir freuen uns, dass Weihbischof Laun nicht mehr in relevanten Funktionen innerhalb der katholischen Kirche tätig ist und verabschieden ihn jetzt schon in den politischen Ruhestand. Jene Gruppen, die weiterhin gegen LGBTI hetzen, wird es zwar weiterhin geben, Laun hoffentlich bald nicht mehr. Wir wünschen uns weiter von der katholischen Kirche ein klares Bekenntnis gegen solche Hetze, wie grundsätzlich mehr Offenheit. Weihbischof Laun wünschen wir viel Zeit zum Nachdenken über sein unbarmherziges Menschenbild im Ruhestand", sagen die Grünen Sprecher_innen.