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am 7. Juni

Ernst-Dziedzic: Historischer Akt in würdevollem Rahmen für die gesamte LGBTIQ-Community

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne zur Entschuldigung von Justizministerin Zadić für strafgerichtliche Verfolgung von Homosexuellen: Tief berührender Moment und notwendiger Schritt zur Aufarbeitung

„Die Schrecken der strafgerichtlichen Verfolgung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen ist eines der düstersten Kapitel der 2. Republik. Ich freue mich, dass Alma Zadić sich heute im Namen der Justiz für das begangene Unrecht an Lesben, Schwulen und Bisexuellen entschuldigt. Es ist ein tief berührender Moment und die angekündigte Gedenkmöglichkeit ist ein notwendiger Schritt zur Aufarbeitung“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin der Grünen für LGBTIQ- und Menschenrechte. Die Nationalratsabgeordnete spricht von einem „historischen Tag“. In würdevollem Rahmen habe Alma Zadić heute im Großen Schwurgerichtsaal des Wiener Landesgerichts die richtigen Worte gefunden. 

„Was heute absurd klingt, war damals bitterste Realität und hat die LGBTIQ-Community über Jahrzehnte geprägt: Die strafgerichtliche Verfolgung hat zahlreiche Existenzen zerstört“, sagt Ernst-Dziedzic. Bis 1971 wurden rund 25.000 Personen aufgrund des so genannten Totalverbots von Homosexualität verurteilt. Die letzte strafrechtliche Bestimmung, die Menschen aufgrund der sexuellen Orientierung kriminalisierte, wurde erst 2002 aufgehoben.

„Pünktlich zum Start der Vienna Pride 2021 ist der heutige historische Akt ein wichtiges Signal für die LGBTIQ-Community: Die Würde des Menschen ist unantastbar und die Menschenrechte gelten für alle Menschen unabhängig des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung“, sagt Ernst-Dziedzic und weiter: „Die Entschuldigung der Justiz ist ein erstes, enorm wichtiges Zeichen.“ Die Abgeordnete möchte außerdem eine Bedauernserklärung des österreichischen Parlaments erwirken.

Alle Informationen zur Vienna Pride: https://viennapride.at