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am 17. Juni

Voglauer/Stammler: Klares Nein zur Gentechnik

Clemens Stammler, Olga Voglauer - Neue Gentechnik soll weiterhin unter bestehendes Gentechnik-Recht fallen

Eine Ende April präsentierte Studie der Europäischen Kommission ließ Befürchtungen aufkommen, dass das Europäische Gentechnik-Recht aufgeweicht werden könnte. Die Grünen haben heute gemeinsam mit der ÖVP einen Antrag eingebracht, der die Position der Regierung bekräftigt. „Wir stellen uns klar gegen eine Aufweichung des europäischen Gentechnik-Rechts. Auch für die Neue Gentechnik gilt: Vorsorgeprinzip, Risikobewertung und Kennzeichnungspflicht müssen gewährleistet sein“, sagt Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

Die Europäische Kommission sieht Chancen in der neuen Gentechnik hinsichtlich Pestizidreduktion und Klimawandelanpassung der Landwirtschaft, die die Grünen ablehnen und entkräften. Clemens Stammler, Abgeordneter zum Nationalrat und Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern betont: „Herbizidresistente Pflanzen reduzieren den Pestizid-Einsatz nicht, sondern erhöhen ihn. Das wissen wir aus den Anbaugebieten gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Produkt-Pipeline der Agrarindustrie zeigt auch, dass nicht Themen wie Trockenheitstoleranz im Vordergrund stehen, sondern Convenience-Fragen wie verlängerte Haltbarkeit. Um die drängenden Probleme der Landwirtschaft zu lösen braucht es nicht Gentechnik, sondern systemisch angepasste Bewirtschaftungsmethoden und lokal angepasste Sorten.“

Auf EU-Ebene wird die Studie der EU-Kommission in den nächsten Monaten diskutiert werden. Voglauer und Stammler dazu: „Mit dem heutigen Antrag wurde die Regierungsposition bekräftigt. Österreich wird sich hier kritisch einbringen, und den Beibehalt der strengen Gentechnik-Regelungen fordern.“