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am 23. September

Stammler begrüßt die Gründungsresolution der ARGE Agroforst und freut sich auf eine gute Zusam­men­arbeit

Clemens Stammler - Agroforstwirtschaft birgt viele Chancen für die Umwelt und die Bäuerinnen und Bauern

Agroforstwirtschaft beschreibt die Integration von Gehölz Elementen (Bäume oder Sträucher) in landwirtschaftliche Nutzungsformen wie etwa Ackerkulturen oder Tierhaltung. Dies bringt große Chancen für die Bäuerinnen und Bauern einerseits, und für die Umwelt andererseits. Bäuerinnen und Bauern profitieren von einer erweiterten Produktpalette im Sinne einer Produktdiversifizierung, sowie vom entstehenden Kleinklima und Unwetterpuffer der Kulturpflanzen. Eine strukturreiche Agrarlandschaft federt negative Auswirkungen der Klimakrise ab, fördert Artenvielfalt und Biodiversität und sorgt für ausreichend Nützlinge als Vorsorge gegen Pflanzenkrankheiten. Clemens Stammler, Sprecher für Regionalpolitik und den ländlichen Raum, Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern, sowie Kammerrat in der Oberösterreichischen Landwirtschaftskammer begrüßt daher die Gründung ARGE Agroforst und freut sich auf zukünftige Kooperationen.

„Eine strikte Funktionstrennung zwischen Feld und Wald prägt das Landschaftsbild im ländlichen Raum“, stellt Stammler fest, „dies ist nicht nur aus ästhetischen Gründen abzulehnen, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die Energiebilanz, Biodiversität und Artenvielfalt“, fasst Stammler die Problemlage zusammen. Neben den positiven Effekten für die Umwelt betont Stammler außerdem die Chancen für die Bäuerinnen und Bauern: „Die Agroforstwirtschaft erhöht die Planungssicherheit, ermöglicht weitere Produktdiversifizierung und führt zu einer besseren saisonalen Verteilung der Arbeit. Dies stellt einen absoluten Gewinn für die Bäuerinnen und Bauern dar“.

Wie auch die ARGE Agroforst sieht Stammler noch viel Handlungsbedarf. „Insbesondere der hohe Kostenaufwand, Umwidmungspraxen und unklare Förderstrukturen sind Hürden, mit denen die Bäuerinnen und Bauern zu kämpfen haben“, fasst Stammler zusammen, „ich freue mich daher auf eine gute Zusammenarbeit mit der ARGE Agroforst, um diese wichtigen Themen gemeinsam anzugehen“.