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am 16. November 2012

Ver­teil­ungs­ge­rech­tig­keit in der Förderung

- In der Kulturförderung herrscht ein krasses Missverhältnis zugunsten einer realitätsfremden Repräsentationskultur. Die Institutionen, die mit den tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen auseinandersetzen, erhalten am wenigsten. Wir fordern deshalb eine Umverteilung.

Nach wie vor kassieren die Tanker der Repräsentationskultur (Bundestheater, Bundesmuseen) den Löwenanteil der Kunst- und Kulturförderung. Zusammen erhalten sie jährlich etwa 300 Millionen Euro. Das sind Dreiviertel des Kulturbudgets. 

Alle Kulturvereine zusammen, jene Institutionen also, die mit der lokalen Bevölkerung soziokulturelle Projekte realisieren und sich mit den tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen auseinandersetzen, erhalten bloß etwa 5 Millionen Euro. Das ist weniger als für die Verwaltung der Bundestheater ausgegeben wird.

Deshalb fordern wir eine Umverteilung

  • Wir wollen 40 statt 5 Millionen für die vielen Kulturinitiativen im Land und eine Kunst, die sich mit den Lebensbedingungen der Menschen auseinandersetzt.
  • Wir wollen eine Verdreifachung der Mittel für jene Initiativen, die Jugendlichen und Kindern einen selbsttätigen Umgang mit Kunst erlauben.