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am 31. Oktober 2012

Im Land der Über­le­bens­künst­ler­Inn­en

- Eine Gesellschaft, die den Großteil ihres guten Rufs den historischen Leistungen von KomponistInnen, MalerInnen, ArchitektInnen oder SchriftstellerInnen verdankt, muss sich um die existenzielle Absicherung heutiger KünstlerInnen bemühen.

Die Grünen treten für die Einrichtung eines Zuschusssystems für Kunstschaffende ein, das deren Existenz sichert. Wer weniger als 14.000 Euro pro Jahr verdient, erhält die Differenz aus einem KünstlerInnen-Absicherungsfonds erstattet.

Fairness für Kunstschaffende

Einer Gesellschaft, die einen Gutteil ihrer Reputation und ihres Selbstverständnisses aus den epochalen Leistungen längst toter KünstlerInnen bezieht, muss die existenzielle Absicherung der heute tätigen MalerInnen, SchriftstellerInnen, FilmemacherInnen, SchauspielerInnnen, ArchitektInnen oder BildhauerInnen gewährleisten. Viele dieser Kulturschaffenden investieren jahrelang Zeit, Geld und Energie in ihre Arbeit, auch wenn sie keinen finanziellen Profit daraus ziehen.

Bisher keine soziale Absicherung

Von einer sozialen Absicherung kann trotz Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz keine Rede sein. Denn hierbei handelt es sich bloß um einen Zuschuss zur gesetzlichen Pensionsversicherung. Und selbst dieser wird jedes Jahr von jenen zurückgefordert, die zu wenig (!) verdient haben. Das muss dringend reformiert werden.