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am 25. März

Blimlinger: Internationale Ausschreibung von Direktion des Heeresgeschichtlichen Museums ist dringend notwendig

Eva Blimlinger - Heute im Nationalrat vorgelegter Rechnungshofbericht bestätigt die jahrelange Kritik der Grünen und aller Expert*innen

Sowohl der heute im Nationalrat zur Kenntnisnahme vorgelegte Rechnungshofbericht als auch die beiden Kommissionsberichte unter der Leitung von Wolfgang Muchitsch, Geschäftsführer des Joanneum und Präsident des Museumbundes, haben die eklatanten Mängel und Verfehlungen im Heeresgeschichtlichen Museum offengelegt. Selten waren ein Bericht des Rechnungshofes (RH) sowie ein Kommissionsbericht derart vernichtend. „Mein Dank gilt an dieser Stelle Bundesministerin Klaudia Tanner, die nach Jahren des Wegschauens ihrer Vorgänger nun endlich neue Wege gehen will. Leider hat jedoch der RH-Bericht nicht zur Suspendierung des derzeitigen Direktors geführt, was dringend geboten gewesen wäre, ist doch mittlerweile die Staatsanwaltschaft mit einigen Sachverhalten beschäftigt. Umso dringender ist daher die von Ministerin Tanner angekündigte internationale Ausschreibung notwendig, um endlich mit der Neukonzeption des HGM beginnen zu können, wie sie sowohl vom Rechnungshof als auch von der internationalen Expert*innenkommission gefordert wird“, sagt die Kultursprecherin der Grünen, Eva Blimlinger.

   Es wird aber, wie im RH-Bericht vollkommen zu Recht dargelegt ist, auch über die Organisationsform zu entscheiden sein. Eine Evaluierung wird hier vom Rechnungshof – diplomatisch muss man sagen – angeregt. Nach wie vor ist das Heeresgeschichtliche Museum eine nachgeordnete Dienststelle des Ministeriums für Landesverteidigung und nicht, wie alle anderen Bundesmuseen, in die Autonomie entlassen. „Die Selbständigkeit der Bundesmuseen kann nun wirklich als Erfolgsgeschichte gesehen werden. Aus unserer Sicht, ist eine Ausgliederung des HGM wie bei allen anderen Bundesmuseen dringend geboten, um den Handlungsspielraum einer neuen Direktorin oder eines neuen Direktors erweitern und sicher stellen zu können. Es wird notwendig sein, endlich museologisch ausgebildetes Personal sowie Zeit- und Sozialhistoriker*innen zu beschäftigten. Die Engführung mit Angehörigen des Bundesheeres und Militärhistorikern lässt ein zeitgemäßes Konzept eines Heeresgeschichtlichen Museums nicht zu. Vielmehr muss hier verstärkt auf Interdisziplinarität gesetzt werden“, hofft Blimlinger auf die nächsten Schritte.