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am 18. März

Neßler/Koza: Neues Familienpaket für jene, die es am dringendsten brauchen

Markus Koza, Barbara Neßler - 178 Millionen-Euro-Familienpaket kommt heute in den Familienausschuss

„Damit die Gesundheitskrise für Familien nicht in eine soziale Krise übergeht, beschließen wir heute ein großes Familienpaket. Ein Förderschwerpunkt kommt dabei Alleinerziehenden und Mindestsicherungsbezieher*innen zugute“, zeigen sich die Familiensprecherin der Grünen, Barbara Neßler, und der Sozialsprecher der Grünen, Markus Koza, erfreut über das neue Familienpaket, das mit einem Volumen von 178 Millionen Euro dotiert ist. 

Mit dem Paket werden weitere 50 Millionen in den Familienhärtefallfonds fließen und es gibt 102 Millionen Euro Erleichterungen bei der Familienbeihilfe, um den finanziellen Druck von Familien zu nehmen. „Mit zusätzlichen 26 Millionen werden vor allem Alleinerziehende und Mindestsicherungsbezieher*innen entlastet. Das ist mir sehr wichtig, weil dadurch insbesondere Frauen, die es jetzt in der Krise noch schwerer haben als zuvor, geholfen wird“, betont Neßler. Rund 81.000 Kinder in der Mindestsicherung werden mit 200 Euro pro Kind, die automatisch ausbezahlt werden, von diesem Paket profitieren.

„Gerade Familien mit Kindern, die Mindestsicherung oder Sozialhilfe beziehen, sind in der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt. Nicht nur fallen Alltagskosten für Betroffene schwerer ins Gewicht, sondern es erhöhen sich auch Kosten für Homeschooling, Gesundheit und Hygiene. Unterstützung für diese Haushalte ist besonders wichtig, um pandemiebedingte Armut zu mindern“, ergänzt Koza. 

Der soziale Aufstieg ist in Österreich traditionell sehr mühsam. Es dauert durchschnittlich vier Generationen, um aus der Armutsfalle herauszukommen. „Das Familienpaket wird helfen, dass nicht noch mehr Menschen in die Armutsfalle abrutschen, Kinderarmut steigt und Wege aus der Armut noch zusätzlich erschwert werden. Denn einen Anstieg von Armut können und dürfen wir uns nicht leisten“, erklären Neßler und Koza.