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am 9. Juni

Ernst-Dziedzic: Kinder und Jugendliche vor Scharlatanen schützen

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne erfreut über einstimmigen Antrag zum Verbot von sogenannten Konversionstherapien

„Mit dem heutigen Beschluss stellen wir die Weichen für ein ganzheitliches Verbot von sogenannten Konversionstherapien. Diese Scheinbehandlungen, die auf die Änderung der sexuellen Orientierung abzielen, sind brandgefährlich. Lesbische, schwule, bisexuelle und queere Jugendliche müssen wissen: Ihr seid gut, so wie ihr seid und wir tun alles, um euch vor diesen traumatisierenden Pseudo-Behandlungen zu schützen“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin der Grünen für LGBTIQ und Menschenrechte. Die Nationalratsabgeordnete hat einen entsprechenden Antrag für den heutigen Gleichbehandlungsausschuss initiiert, der diese Therapien verbieten soll. 

„Homosexualität ist nicht heilbar, Homophobie ist es schon. Gemeinsam werden wir sogenannten Konversionstherapien einen Riegel vorschieben“, erklärt die Grüne LGBTIQ-Sprecherin. Ein klares Verbot sei eine langjährige Forderung der LGBTIQ-Community. Kritisiert werden „Konversionstherapien“ unter anderem von den Vereinten Nationen, dem Weltärztebund und dem Europäischen Parlament, erklärt Ernst-Dziedzic. In einem 2020 veröffentlichten Bericht bezeichnete Victor Madrigal-Borloz, der Unabhängige Experte der Vereinten Nationen für Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität, Konversionstherapien als „erniedrigend, inhuman und grausam“.

„Es freut mich, dass wir den Koalitionspartner zu einem klaren Bekenntnis für den Schutz von homo- und bisexuellen Jugendlichen bewegen konnten und auch die SPÖ, die NEOS und die FPÖ den Antrag unterstützen. In unserem gemeinsamen Antrag gehen wir weiter als bisherige Anträge der Opposition: Wir wollen nicht nur die Durchführung der Konversionstherapien verbieten, sondern auch deren Bewerbung und die Zuführung zu derartigen Behandlungen. Nur so stellen wir einen wirkungsvollen Schutz von queeren Jugendlichen sicher. Nicht weniger ist unsere Aufgabe“, betont Ernst-Dziedzic.