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am 26. November 2020

Disoski/Neßler begrüßen Sonderfreistellung für Schwangere in Kontaktberufen

Meri Disoski, Barbara Neßler - Studien belegen potentiell schwerere Verläufe in fortgeschrittener Schwangerschaft

Heute wird im Sozialausschuss das Recht auf eine Covid19-Sonderfreistellung für Schwangere beschlossen. Das bedeutet, dass Schwangere ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche nicht mehr in Berufen mit Körperkontakt beschäftigt werden dürfen. „Mit dieser Neuerung reagieren wir auf neueste medizinische Erkenntnisse, die davon ausgehen, dass in der fortgeschrittenen Schwangerschaft eine COVID-19-Erkrankung schwerer verlaufen könnte, und treffen entsprechende Schutzmaßnahmen für Schwangere“, erläutern Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen im Nationalrat, und Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen.

Arbeitgeber*innen müssen zunächst prüfen, ob es Schwangeren möglich ist, ihre Beschäftigung mit Mindestabstand und ohne Körperkontakt auszuüben, etwa im Home Office oder an einem anderen Ort. „Ist dies nicht möglich, haben Schwangere ein Anrecht auf eine Sonderfreistellung bei Entgelt-Fortzahlung“, betont Disoski. Arbeitgeber*innen erhalten in diesen Fällen Anspruch auf eine Ersatzleistung.

Laut der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG) besteht bei fortgeschrittener Schwangerschaft eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schwereren Verlauf einer COVID-19-Infektion. „Es ist uns wichtig, auf diese neuesten Erkenntnisse zeitnah zu reagieren, indem wir mit der Sonderfreistellung Schwangere bestmöglich schützen und gleichzeitig finanziell absichern“, sagen Disoski und Neßler abschließend.​