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am 2. Oktober

Stögmüller: Weiterer österreichischer Beamter in Causa Marsalek verwickelt

David Stögmüller - Neben dem BMLV nun Beamter des BVT im Fokus

„Die Causa Marsalek hat nun erneut gezeigt, wie weit sie in die österreichische Innenpolitik hineinreicht. Mit dem gestrigen Bekanntwerden von einem Treffen zwischen einem hohen BVT-Mitarbeiter und Marsalek direkt vor seiner Flucht, zeigen sich Marsaleks Verbindungen in die österreichischen Ministerien. Das ist nun schon der zweite Beamte. Nach dem Herrn G. aus dem Verteidigungsministerium geht es nun um den Beamten W. aus dem BVT, der mit Jan Marsalek in engem Kontakt stand und möglicherweise klassifizierte Informationen an Marsalek weitergegeben hat“, erinnert David Stögmüller, Abgeordneter der Grünen. 

„Dass Marsalek Informationen aus dem BVT hatte, die er über Florian S., den ehemaligen Generalsekretär der österreich-russischen Freundschaftsgesellschaft, an Johan Gudenus weitergegeben hat, beweist der Zufallsfund der WKStA bereits. Es muss nun weiter ermittelt werden, welche Informationen durch W., der seit 2018 trotz Karenzierung noch eng mit dem BVT in Kontakt steht, an Jan Marsalek weitergegeben wurden und welche Konsequenzen das für die österreichischen Nachrichtendienste in ihrer Arbeit hatte“, fordert Stögmüller weiter.  

„Ebenfalls muss geklärt werden, welche Rolle der Beamte W. in der Vorbereitung und im Zuge der BVT-Razzia sowie den Vorschlägen der Postenbesetzungen im BVT in den Nachwehen der Razzia hatte. Auch der ehemalige Innenminister Herbert Kickl und die FPÖ sind nun verpflichtet, zur lückenlosen Aufklärung in der Causa Marsalek beizutragen“, sagt Stögmüller.​