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am 18. November

Grüne trauern um Aba Lewit

Eva Blimlinger - Er hatte stellvertretend für alle Überlebenden die Klage gegen die Zeitung „Aula“ mit großem Engagement unterstützt

Es waren die Grünen, die gegen die rechtsextreme „Aula“ Klage eingebracht haben. Dort wurden KZ-Überlebende als „Landplage“ diffamiert und verunglimpft. „Aba Lewit hat, sobald über die Klage der Grünen in den Medien berichtet worden ist, bei uns im Klub angerufen und gemeint, dass er die Klage gerne unterstützen würde“, berichtet Eva Blimlinger, Historikerin und gedenkpolitische Sprecherin der Grünen. So sehr Lewit gekränkt und persönlich über diese Aussage betroffen war, so kämpferisch und engagiert war er um dagegen mit aller Konsequenz vorzugehen.

   Die medienrechtliche Klage wurde von österreichischen Gerichten abgewiesen und Lewit war ganz selbstverständlich bereit, die Grünen bei ihrer Klage beim EGMR zu unterstützen. „Seine Freude über das Urteil war groß und es war auch eine Genugtuung, dass es gelingt, dass solche Äußerungen nicht unbemerkt und ungestraft gedruckt werden können. Aber, dass die Verurteilung der Republik durch den EGMR rechtlich nichts bewirken würde, war für ihn die große Enttäuschung. Seine Resignation darüber war ihm anzumerken. Aber dennoch, es war immer noch das 'Nie wieder' das ihm am Herzen lag“, erzählt Blimlinger.

   Unsere Anteilnahme gilt der Familie und den viele Freundinnen und Freunden, die er in seinem jahrzehntelagen Kampf gegen das Vergessen gefunden hat.