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am 5. Mai

Ernst-Dziedzic: LGBTI-Personen dürfen am Gedenktag nicht vergessen werden

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne Andersrum erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

„Die Ermordung von rund sechs Millionen Juden und Jüdinnen, Roma und Romnija, politisch Verfolgten und Homosexuellen markiert das dunkelste Kapitel der österreichischen Geschichte“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, LGBTI-Sprecherin und Grüne Vize-Klubobfrau, am heutigen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und weiter: „Lange blieb auch die historische Aufarbeitung im Dunkeln – gerade in Bezug auf LGBTI-Personen. So wurden Lesben und Schwule lange nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt und bis weit in die zweite Republik strafrechtlich verfolgt." 

Das Totalverbot von homosexuellen Handlungen (§129 Ib des Strafgesetzes von 1852) wurde erst 1971 aufgehoben. Erst 2002 wurde der Paragraph 209 StGB abgeschafft, der ein ungleiches Schutzalter zwischen hetero- und homosexuellen Handlungen vorsah.

„75 Jahre nach der Befreiung Mauthausens ist die historische Verantwortung, die Österreich trägt, nicht verblasst. Am heutigen Tag halten wir inne und gedenken aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 'Niemals vergessen' lautet die politische Aufgabe, die wir auch in Zukunft wahrnehmen müssen“, hält Ernst-Dziedzic fest.