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am 3. Dezember

Pisa-Studie: Kein Kind zurücklassen

Sibylle Hamann - Hamann zur Pisa-Studie: „Österreich braucht eine Sprachoffensive“ Österreich steht weiterhin vor großen Herausforderungen im Bildungswesen

„Keine Verschlechterung, aber auch keine Verbesserung bei den Pisa-Ergebnissen 2018, bedeutet, dass Österreich weiterhin vor großen Herausforderungen steht, um unser Bildungswesen tatsächlich nach vorne zu bringen“, kommentiert Sibylle Hamann, Nationalratsabgeordnete der Grünen, die heute präsentierten Ergebnisse aus der Pisa-Studie 2018. 

Besonders bitter sei, dass Österreich in puncto Chancengerechtigkeit nach wie vor schlecht abschneidet. „Österreich gehört zu jenen Ländern, in denen Bildung am stärksten vererbt wird, und daher ist auch da der Hebel anzusetzen, wenn wir hier eine echte Trendwende anstreben“, sagt Hamann. „Auch, dass es beim Lesen einen derart großen Unterschied zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund gibt, zeigt grundsätzliche Schwächen unseres Bildungssystems.“

Lesen und Sprache sind der Schlüssel für Bildung, für gute Berufsentscheidungen und für ein selbstbestimmtes Leben“, betont Hamann. „Dass in Österreich viele Kinder ihr Potential nicht voll ausschöpfen können, ist eine gigantische Verschwendung von Ressourcen, die wir uns eigentlich nicht leisten können! Hier brauchen wir eine Sprachoffensive und auch die notwendigen Mittel dafür.“

Zufrieden zeigt sich Hamann, dass der Unterschied zwischen den Leistungen von Mädchen und Burschen in den einzelnen Kompetenzen kleiner wird. Grund sich zurückzulehnen sei das aber nicht: „Es wird nicht reichen, da und dort ein kleines Pflaster drauf zu kleben.