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am 27. Jänner

Voglauer/Waitz: Erster Schritt für Transparenz am Teller

Olga Voglauer, Thomas Waitz - Grüne erfreut über Verordnung zur Herkunftskennzeichnung von Rindfleisch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung

Gesundheitsminister Rudi Anschober will in einem ersten Schritt die Herkunftskennzeichnung von Rindfleisch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung umsetzen. „Die Herkunftskennzeichnung stärkt die heimischen Bäuerinnen und Bauern, die regionale Versorgung, und trägt zu Umwelt- und Tierschutz bei. Auch die Bevölkerung steht hinter diesem Vorhaben, wie die mehr als 416.000 Unterschriften für das Tierschutzvolksbegehren zeigen, welches die Forderung nach einer Herkunfts- und Haltungskennzeichnung beinhaltet. Ich freue mich sehr über diesen ersten Schritt hin zu mehr Transparenz am Teller“, sagt die Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer.

   Die Lebensmittelkennzeichnung ist EU-rechtlich sehr strikt geregelt; der größere Spielraum besteht bei unverpackten Lebensmitteln wie eben in der Gemeinschaftsverpflegung. Voglauer: „Wir fordern seit langem die Kennzeichnung in der Gastronomie, da hier zu einem großen Teil importiertes Fleisch verwendet wird. Gerade hier haben wir den größten Hebel, um die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft zu unterstützen.“

   Thomas Waitz, EU-Abgeordneter und Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, ergänzt: “Mit der Vom-Hof-zu-Tisch-Strategie der EU-Kommission soll die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Dazu hat auch Landwirtschaftskommissar Wojciechowski gestern im EU-Agrarausschuss eine Gesetzesänderung angekündigt, um die Herkunftskennzeichnung in ganz Europa endlich einzuführen.  In diesem Sinne kann und soll Österreich mutige erste Schritte setzen in Richtung Herkunftskennzeichnung für alle tierischen Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung und der Gastronomie. Denn nur dann haben unsere Konsument*innen ehrliche Informationen und können bewusste Entscheidungen treffen. Der heute gesetzte Schritt ist eine Unterstützung der regionalen Produktion, hilft Tier, Umwelt und Klima und setzt endlich auch Schritte zur Vermeidung von Langstreckentiertransporte. Wir werden weiterhin auf EU-Ebene für eine einheitliche Lösung kämpfen.“