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am 6. April

Schallmeiner zum Weltgesundheitstag 2021: Eine fairere, gesündere Welt bauen

Ralph Schallmeiner - Freier und gleicher Zugang zu Leistungen des Gesundheitswesens muss nachhaltig abgesichert werden

Anlässlich des Gründungsdatums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 findet jährlich am 7. April der Weltgesundheitstag statt. Das Motto für 2021 lautet "Building a fairer, healthier world". Der Fokus auf das Thema "Gesundheitliche Chancengleichheit" wurde nicht zuletzt auch aufgrund der Corona-Pandemie gewählt, da sich Ungleichheiten in vielen Bereichen des Gesundheitswesens dadurch noch verschärft haben.

   "Österreich steht hier noch vergleichsweise gut da", betont der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner. Doch der freie und gleiche Zugang zu den Leistungen des Gesundheitswesens ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss stets aufs Neue verteidigt werden. Das gelingt in Zeiten der Covid-19-Pandemie gut, unterstreicht Schallmeiner: "Wir haben bei den Tests, bei der Behandlung und bei der Impfung eine Strategie, bei der ausschließlich die medizinischen Notwendigkeit für eine Maßnahme entscheidend ist, und nicht die Größe der Geldbörse oder der gesellschaftliche Status der Betroffenen.“

   Hier werden wir in Österreich aber in den kommenden Jahren vor entsprechenden Herausforderungen stehen, das Gesundheitswesen und diese Form der Solidarität müssen nachhaltig abgesichert werden. Schallmeiner bekräftigt in diesem Zusammenhang einmal mehr die Notwendigkeit, mögliche Lücken in der Gesundheitsfinanzierung zu suchen, zu finden und zu schließen: „Die Frage darf niemals lauten, welche Leistungen wir streichen, sondern muss immer lauten welche Leistungen zusätzlich benötigt werden, um den Menschen in Österreich mehr Lebensqualität und Gesundheit zu sichern. Entsprechend müssen auch alle einen Beitrag nach ihren Möglichkeiten leisten, insbesondere all jene, die derzeit trotz Vermögen nichts in das Gesundheitswesen einzahlen.“

   Viel zu tun, um Chancengleichheit herzustellen, gebe es aber noch in anderen Bereichen - das beginnt schon bei der Prävention: "Gesundes, regionales Bio-Essen in Kinderbetreuungseinrichtungen müssen wir flächendeckend forcieren. Hier stehen vor allem die Länder und Gemeinden in der Verantwortung“, erklärt Schallmeiner. Auch das Schaffen ausreichender Bewegungsmöglichkeiten und anderer Präventionsangebote, etwa gegen Sucht, sind dem Gesundheitssprecher ein Anliegen: "Herstellung und Schutz der psychischen Gesundheit, wird ein weiterer Schwerpunkt in der Regierungspolitik sein". Dabei sei vor allem ein niederschwelliger, kostenloser Zugang zu psychologischer Beratung und Therapie nötig.

   "Eine Zwei-Klassen-Medizin darf es in Österreich nicht geben", betont Schallmeiner, und begrüßt die heurige Schwerpunktsetzung am Weltgesundheitstag ausdrücklich: "Wir müssen eine fairere, gesündere Welt bauen!" Die am 7. April beginnende Kampagne der WHO für "Gesundheitliche Chancengleichheit" wird das gesamte Kalenderjahr andauern.